On will Roboter-Produktion in Millionenbereich steigern

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Zürich,

Der Sportartikelhersteller On will die automatisierte Herstellung von Laufschuhen mit der sogenannten LightSpray-Technologie massiv ausbauen. Dabei werden Schuh-Oberteile per Roboter gefertigt.

On
Der Sportartikelhersteller On will die automatisierte Herstellung von Laufschuhen mit der sogenannten LightSpray-Technologie massiv ausbauen. - keystone

«Unser Ziel sind Millionenstückzahlen», sagte Co-CEO Caspar Coppetti im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Für das laufende Jahr 2026 plant On Stückzahlen im Hunderttausenderbereich. In den kommenden Jahren soll die Technologie aber deutlich stärker skaliert werden.

Die Technologie war erstmals 2024 an den Olympischen Spielen in Paris öffentlich präsentiert worden. Das erste LightSpray-Modell war noch stark auf den Wettkampfbereich ausgerichtet, inzwischen hat On aber auch alltagstauglichere Modelle für eine breitere Kundschaft auf den Markt gebracht. Künftig soll die Technologie schrittweise in weitere Schuhlinien integriert werden.

Erst im Februar eröffnete On eine zweite LightSpray-Fabrik in Südkorea, nachdem die erste Produktionsstätte am Hauptsitz in Zürich aufgebaut worden war. Geplant ist bereits ein dritter Standort – wo, will On aber noch nicht verraten.

Mittelfristig will On LightSpray-Produktionsstätten in wichtigen Regionen Europas, Asiens und der USA errichten. Zudem soll künftig nicht nur das Obermaterial, sondern der gesamte Schuh automatisiert gefertigt werden.

Die lokale und stärker automatisierte Produktion könnte On gerade in einem Umfeld mit höheren Zöllen Vorteile verschaffen, so Coppetti. Gleichzeitig erwartet der Co-CEO positive Effekte auf die Margen.

Auch organisatorisch befindet sich On derzeit im Umbau. Nach dem Abgang des langjährigen CEO Martin Hoffmann haben die Gründer David Allemann und Caspar Coppetti zusätzlich zu ihren Rollen als Verwaltungsratspräsidenten auch die operative Führung übernommen.

Die neue Doppelrolle sei ausdrücklich keine Übergangslösung. «Wir wollen das über die nächsten Jahre so durchziehen», sagte Coppetti. On werde ohnehin seit jeher als Team geführt. «Die Kultur bleibt die gleiche, die Strategie bleibt die gleiche.»

Aus Corporate-Governance-Sicht wird die Machtbündelung allerdings kritisch gesehen. Coppetti verweist dagegen auf starke Kontrollmechanismen: «Wir haben einen sehr starken Verwaltungsrat, der uns kontrolliert und auf Fehler aufmerksam macht – auch zu unserem eigenen Schutz.»

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #3314 (nicht angemeldet)

Wenn in Zukunft nur noch Roboter an der Produktion beteiligt sind, dann kann ja sofort ein Werk in der Schweiz eröffnet werden. Das Schweizerkreuz auf den Schlappen ist dann wenigstens legal.

Weiterlesen

Luzern
76 Interaktionen
Overtourism
pascal schmitz srf
266 Interaktionen
Rassismus-Skandal

MEHR AUS STADT ZüRICH

2 Interaktionen
Start am Freitag
4 Interaktionen
Kanton Zürich
Zürich