Noch immer warten Arbeitslose auf ihr Geld
Bei der Auszahlung der Arbeitslosengelder kommt es immer noch zu Verzögerungen. Die seit der Einführung des neuen Zahlungssystems aufgetretenen Störungen seien zwar «deutlich verbessert» worden, aber noch nicht auf dem angestrebten Niveau, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft auf Anfrage mit.

«Die Spezialistinnen und Spezialisten arbeiten mit Hochdruck daran, sodass für die Mitarbeitenden der Arbeitslosenkassen täglich Verbesserungen sicht- und spürbar werden», schrieb das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Wie viele Arbeitslose von den verzögerten Auszahlungen betroffen sind, könne das Seco nicht abschätzen. Wegen der technischen Probleme komme es zu einer verlangsamten Dossierbearbeitung und Auszahlungsverzögerungen von einigen Tagen könnten entstehen, hiess es weiter.
Bei komplexeren Fällen könne es noch länger dauern, dies allerdings unabhängig vom Problem-System Asal 2.0, da diese Fälle auch in der Vergangenheit eine längere Bearbeitungsdauer beansprucht hätten. Grundsätzliche setzten das Seco und die Arbeitslosenkassen alles daran, die noch ausstehenden Zahlungen möglichst zeitnah durchführen zu können.
Wegen der Sicherstellung der laufenden Auszahlungen kam es insbesondere auch bei Erstzahlungen an neu arbeitslos gewordene Personen zu Verzögerungen. Ende Januar versicherte das Seco, diese Rückstände nun prioritär abzubauen.
Dieser Abbau habe nun begonnen – doch würden nach wie vor Verzögerungen bestehen. «Eine zuverlässige Zahl, wie viele Personen betroffen sind, besteht nicht», so das Seco weiter. Die Bearbeitung komplexer Dossiers könne analog zum Vorgängersystem mehrere Monate in Anspruch nehmen.






