Niederbipp BE: Frau ist wegen Pestiziden im Hungerstreik!
Mit Schildern und Plakaten sitzt eine Frau derzeit täglich am Strassenrand. Grund für ihren Protest: Pestizide würden ihren Garten verseuchen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Gebrauch von Pestiziden wird stets kontrovers diskutiert.
- Eine Frau aus Niederbipp BE hat nun genug und ist in einen Hungerstreik getreten.
- Eine Gemüsefirma würde durch übermässigen Einsatz der Mittel ihren Garten verseuchen.
- Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe vehement.
Silvia Horrer aus Niederbipp BE ist sauer. Die Pensionärin behauptet, der Gemüsebauer von nebenan verwende zu viele Pestizide. Diese hätten dann in ihrem Garten wiederum sämtliche Lebewesen ausgelöscht.
«Seit ich pensioniert bin und den ganzen Tag daheim bin, habe ich mitbekommen, was da abgeht», sagt sie gegenüber «TeleM1». 30-mal sei im vergangenen Jahr «gespritzt, gedüngt und mit dem Traktor gefahren worden», so die Anwohnerin.

Sie greift daher nun zu drastischen Massnahmen. Seit Sonntag befindet sich Horrer im Hungerstreik.
Täglich demonstriert sie mit Schildern. «Lieber verhungere ich, als weiter vergiftet zu werden!», steht auf einem der Plakate.
Unternehmen bestreitet Fehlverhalten
Die Vorwürfe der Pensionärin sind hart. Auch Anzeige sei schon erstattet worden. Gegenüber «TeleM1» bestreitet der Geschäftsführer der beschuldigten örtlichen Firma, die Vorschriften zu verletzen.
Das Gespräch mit Horrer habe man schon mehrfach gesucht, um eine Lösung zu finden. Zu gewissen Zeiten habe man sogar gar keine Pestizide gespritzt, um das Draussensitzen nicht zu stören.
Es gebe auch einen richterlichen Beschluss. Dieser halte fest, dass die Frau öffentlich nicht mehr behaupten darf, die Firma vergifte die Umwelt.
Der Hungerstreik geht in der Zwischenzeit weiter. Anwohnerin Horrer wünscht sich ein Umdenken bei der Bodenbearbeitung.








