Der neue Bundesanwalt Stefan Blättler will den angeschlagenen Ruf der Strafbehörde verbessern. Dazu soll durch solide Arbeit Ergebnisse erbracht werden.
Der Berner Polizeikommandant Stefan Blättler ist neuer Bundesanwalt. Die Vereinigte Bundesversammlung hat ihn zum Nachfolger von Michael Lauber gewählt. (Archivbild)
Der Berner Polizeikommandant Stefan Blättler ist neuer Bundesanwalt. Die Vereinigte Bundesversammlung hat ihn zum Nachfolger von Michael Lauber gewählt. (Archivbild) - sda - KEYSTONE

Das Wichtigste in Kürze

  • Stefan Blättler will als neuer Bundesanwalt Ergebnisse vorweisen.
  • So soll der angeschlagene Ruf der Bundesbehörde verbessert werden.
  • Er sei ein nüchterner Mensch, der aber gerne mit Menschen zusammenarbeite, erklärt er.

Der neue Bundesanwalt Stefan Blättler drängt nach seiner Wahl auf Ergebnisse bei der Strafverfolgung. Er wolle Fakten schaffen, die zu Anklagen führten, sagte der oberste Schweizer Strafverfolger in einem Interview in der SRF-Sendung «Tagesschau».

Er habe im Parlament einen grossen Vertrauensvorschuss erhalten. Daher seien die Erwartungen des Publikums und der Politik hoch, sagte der 62-jährige Berner Polizeikommandant. Er werde alles daran setzen, diese zu erfüllen.

Um das angekratzte Image der Bundesanwaltschaft zu verbessern, will Blättler mit der Behörde gute Arbeit leisten, indem sie Resultate vorweist. «Ohne Firlefanz», sagte er. Er wolle dazu beitragen, dass die Bundesanwaltschaft Ergebnisse vorlegen könne und als Strafverfolgungsbehörde Fakten schaffe, die auch zu Anklagen führten.

Blättler hat keine Star-Allüren

Star-Allüren will er keine an den Tag legen, wie er erklärte. «Dann hätte ich das Metier verwechselt.» Er sei ein nüchterner Mensch, der aber gerne mit Menschen zusammenarbeite. «Ich bin kein Aktenfresser und auch kein Eisenfresser.»

Blättlers Vorgänger Michael Lauber war nach monatelanger Kritik und mutmasslichen Ungereimtheiten bei Ermittlungen gegen den Weltfussballverband 2020 zurückgetreten. Der Bundesanwaltschaft wurde unter Laubers Ägide zeitweise Ineffizienz vorgeworfen.

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