Neuer Berufszweig soll Kantonspolizei Basel-Stadt entlasten
Uniformiert, doch unbewaffnet und nicht auf der Strasse: Die Basler Kantonspolizei führt neu den Berufszweig «Sicherheitsdienst Rapportierung & Ermittlung» ein. Diese Personen dienen als Anlaufstelle für die Bevölkerung und sollen den Aussendienst entlasten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Dieser neue Sicherheitsdienst bearbeitet Anzeigen und Meldungen, ermittelt und berät Bürgerinnen und Bürger. Wer diese Arbeit ausüben möchte, braucht eine abgeschlossene Berufslehre, von Vorteil im kaufmännischen Bereich oder einen gleichwertigen Abschluss wie gymnasiale Maturität oder Bachelor mit Berufserfahrung.
Sport sei oft ein Hindernis bei der Suche nach Personal, erklärte Polizei-Mediensprecher Rooven Brucker gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es gebe Menschen, die sich für die Arbeit bei der Polizei interessieren, sich aber aufgrund ihrer Körpergrösse, ihrer physischen Konstitution oder ihres Auftretens keine Einsätze auf der Strasse vorstellen können.
Sechsmonatige Ausbildung
Das neue Berufsbild soll diese Lücke füllen. Die Polizei kann somit künftig Aufgaben in der Ermittlungsarbeit neu an diesen Innendienst übergeben und sich auf die Arbeit auf der Strasse konzentrieren. Dies soll die gesamte Bearbeitungskette beschleunigen, wie es im Communiqué heisst.
Bewerberinnen und Bewerber absolvieren dafür eine sechsmonatige Ausbildung – diese startet erstmals im Mai 2027. Die Kantonspolizei begrüsst ausdrücklich auch Bewerbungen von Personen, «die sich beruflich neu orientieren möchten», wie es weiter heisst. Voraussetzungen sind Schweizer Staatsangehörigkeit oder Niederlassungsbewilligung C sowie gute Deutschkenntnisse.






