Neuenburger Spitäler sanktionieren rund 20 Mitarbeitende
Der Spitalverbund des Kantons Neuenburg (RHNe) hat nach Vorwürfen über ein belastendes Arbeitsklima rund 20 Mitarbeitende wegen unangemessenen Verhaltens und unangebrachter Äusserungen identifiziert. Rund 100 Personen hatten zuvor in einem externen Bericht von einem belastenden, bedrückenden und teilweise ungesunden Arbeitsklima berichtet.

Die festgestellten problematischen Fälle «wurden mit der nötigen Konsequenz behandelt», sagte RHNe-Verwaltungsratspräsident Philippe Eckert am Donnerstagabend in der Nachrichtensendung 19h30 des Westschweizer Fernsehens RTS. «Wir haben Massnahmen ergriffen, darunter Entlassungen, und Gespräche zur Verhaltenskorrektur geführt», fügte er hinzu.
«Diese Gespräche sind nicht ein Endpunkt, sondern ein Ausgangspunkt, der es uns ermöglicht, die Mitarbeitenden weiter zu begleiten. Wird das Ziel nicht erreicht, sind Korrekturmassnahmen oder sogar weitere Sanktionen vorgesehen», betonte Eckert.
Obwohl der Präsident anerkennt, dass der Operationssaal ein Ort hoher Anspannung ist, will das Spital die Arbeitskultur verändern. «Deshalb haben wir ein Begleit- und Unterstützungsprogramm eingeführt, um wieder ein ruhiges und respektvolles Arbeitsklima herzustellen», fügte er hinzu.
Laut der Recherche von RTS ist nur eine Minderheit der rund hundert befragten Personen aus den Operationsbereichen mit dem Arbeitsklima zufrieden. Besonders ausgeprägt soll das Unbehagen am Spital Pourtalès sein. Dem Bericht zufolge spielt insbesondere die umfeldbezogene sexuelle Belästigung eine zentrale Rolle.










