Neubrücke in Bern für Langsamverkehr wieder offen
Die über 500 Jahre alte Neubrücke in Bern ist wieder für den Langsamverkehr geöffnet.

Die Brücke, die das Berner Neufeldquartier mit Kirchlindach und Bremgarten verbindet, musste im Sommer aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Bei Untersuchungen im Hinblick auf eine Sanierung hatte sich gezeigt, dass die Schäden an der Tragstruktur rascher grösser werden als angenommen. So wurde der Verkehr umgeleitet.
Nun hat das Tiefbauamt eine provisorische Lösung umgesetzt, so dass Fussgängerinnen und Fussgänger und Velofahrende die Brücke wieder überqueren können. Velos müssen allerdings geschoben werden, wie aus einer Mitteilung der kantonalen Bau- und Verkehrsdirektion vom Freitag hervorgeht.
Einschränkungen bleiben bestehen
Reiterinnen und Reiter dürfen die Brücke mit ihren Pferden nicht passieren. Auch für den motorisierten Verkehr bliebt die Neubrücke weiterhin gesperrt. Für die Sanierung der Tragstruktur ist eine detaillierte Vorplanung nötig.
Das Tiefbauamt strebt den Start der Gesamtsanierung für 2027 an. Ob die Brücke künftig auch vom motorisierten Verkehr wieder genutzt werden kann, wird im Rahmen der weiteren Projektplanung geprüft.
Die im Jahr 1534/35 erbaute Neubrücke ist die älteste erhaltene Holzbrücke im Kanton Bern. Als Objekt von nationaler Bedeutung ist sie im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz gelistet und steht als Schweizer Kulturgut unter Denkmalschutz.