Naturschützer wehrt sich gegen geplantes Bundesasylzentrum
In Arth-Goldau SZ plant der Bund ein neues Asylzentrum. Widerstand dagegen gibt es nicht nur von der SVP, sondern auch von einem Naturschützer.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Gemeinde Arth-Goldau SZ soll ein neues Bundesasylzentrum entstehen.
- Ein Naturschützer will die «Verschandelung» der Landschaft verhindern.
- Auch die SVP kämpft gegen das geplante Bundesasylzentrum.
Am Lauerzersee in der Gemeinde Arth-Goldau SZ soll ein neues Bundesasylzentrum entstehen. Auf dem Gelände steht heute noch der Campingplatz Buosingen, auf dem nur noch wenige Camper leben.
Das Staatssekretariat für Migration will hier 170 abgewiesene Asylbewerber unterbringen. Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) verantwortet den geplanten Neubau.
Alle Mieter haben bereits die Kündigung erhalten. Bis zum 30. Juni 2026 müssen die letzten Bewohner das Areal verlassen.
Wie die «NZZ» berichtet, befinden sich auf dem Gelände zahlreiche Eternit-Platten aus Asbest, die den ehemaligen Campinghütten als Dächer dienten.
Naturschützer wehrt sich gegen das Asylzentrum
Erwin Hammer engagiert sich als Naturschützer gegen das geplante Zentrum. Er befürchtet eine «Verschandelung» der Landschaft am Lauerzersee. «Dieser Ort darf nicht zu einem Schandfleck werden», erklärt Hammer gegenüber der «NZZ».
Hammer hat bei der Gemeinde Arth eine Aufsichtsanzeige eingereicht. Er verlangt ein öffentliches Baubewilligungsverfahren für das Projekt. Besonders kritisiert er den Umgang mit Asbestrückständen auf dem Gelände.
Der Naturschützer fordert ein Entsorgungskonzept für die Sonderabfälle. Diese müssen vor dem Abbruch der bestehenden Gebäude erfasst werden. Hammer will sicherstellen, dass alle Umweltvorschriften eingehalten werden.
Das BBL teilt gegenüber der «NZZ» mit, dass die Eternitplatten gemäss den geltenden Umweltvorschriften entsorgt werden sollen.
Widerstand aus verschiedenen Motiven
Hammers Protest richtet sich nicht gegen die Asylbewerber selbst. Er distanziert sich von anderen Gegnern des Projekts. «Wenn Not am Mann ist, würde ich auch Asylbewerber in meinem Haus unterbringen», betont Hammer.
Mit der «anderen Opposition» will er nichts zu tun haben. Damit meint er die SVP und deren Argumente. Sein Widerstand basiere ausschliesslich auf Naturschutzaspekten.
«Hier darf kein riesiges Gebäude für Asylbewerber entstehen, das diese Landschaft zerstört», bekräftigt Der Naturschützer.
SVP kämpft auch gegen das geplante Asylzentrum
Auch die SVP Schwyz kämpft gegen das Zentrum an. Die Partei hat eine kantonale Volksinitiative gegen das Projekt eingereicht.
Das Kantonsparlament nahm die Initiative im Oktober 2025 an. Die Initiative will, dass auf Gesetzesstufe verbindlich verankert wird, dass sich der Kanton ablehnend zur Erstellung von Bundesasylzentren äussern müsse.













