Einsiedler Museum Fram zeigt neue Dauerausstellung

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    Schwyz,

    Das Museum Fram in Einsiedeln SZ eröffnet am Samstag eine neue Dauerausstellung zur Geschichte des Klosterdorfs. «Ein Dorf von Welt» will Einsiedeln als kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Umschlagplatz zeigen.

    Während Jahrhunderten lebten die Menschen in Einsielden im Schatten des Klosters, wie die neue Ausstellung im Museum Fram zeigt. (Archivaufnahme)
    Während Jahrhunderten lebten die Menschen in Einsielden im Schatten des Klosters, wie die neue Ausstellung im Museum Fram zeigt. (Archivaufnahme) - KEYSTONE/URS FLUEELER

    Im Museum Fram, das von der Stiftung Kulturerbe Einsiedeln getragen wird, sind seit 2010 Wechselausstellungen zu sehen. Nun zeigt das Haus eine Dauerausstellung zur über 1100 Jahre alten Geschichte des Ortes.

    Die Ausstellung beginnt mit dem Heiligen Meinrad, der in einer Klause im Wald lebte und 861 von Räubern ermordet wurde. 934 folgte die Gründung des Benediktinerklosters. Die Siedler, die ihm folgten, lebten in dessen Abhängigkeit.

    Dies änderte sich erst mit dem Franzoseneinfall von 1798. Das Kloster verlor seine Privilegien. In Einsiedeln, das jährlich von bis zu 200'000 Pilgern besucht wurde, entstand eine eigentliche Wallfahrtsindustrie. Mit 8500 Einwohnern gehörte das Dorf Ende des 19. Jahrhunderts zu den 15 grössten Ortschaften der Schweiz.

    Das Museum erzählt die Geschichte mit einem Animationsfilm, mit Objekten und Texten. Zusatzinformationen können über das Smartphone heruntergeladen werden.

    Auch Geschichten zu Einsiedler Persönlichkeiten werden erzählt, so zum Arzt Paracelsus oder zu originellen Patres: Einer entwickelte einen Vorläufer des Faxgeräts, ein anderer schrieb Bestsellerromane für ein katholisches Publikum.

    Die Ausstellung erhebt den Anspruch, nicht nur die Geschichte von Einsiedeln zu erzählen, sondern auch «seine weit in die Welt ausgreifenden Beziehungen». Geöffnet ist sie an den Nachmittagen von Donnerstag bis Sonntag. Von Juli bis August ist das Museum geschlossen.

    Seinen Namen hat das Museum vom Gebäude übernommen, in dem es untergebracht ist. Der Erbauer benannte es nach dem Polarschiff «Fram», mit dem Fridtjof Nansen 1893 in See gestochen war, um sich im Packeis einschliessen zu lassen.

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