Aids

    Nach drittem Affenpocken-Fall startet Aids-Hilfe eine Kampagne

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Drei Affenpocken-Fälle wurden in der Schweiz bisher registriert. Grund genug für die Aids-Hilfe, eine Präventionskampagne zu lancieren.

    Affenpocken
    Affenpocken unter dem Elektronenmikroskop. - Essbauer/Sanitätsdienst der Bundeswehr/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Aids-Hilfe startet bezüglich der Affenpocken eine Präventionskampagne.
    • Damit reagiert sie auf den dritten Fall der Krankheit in der Schweiz.
    • Auch die Stigmatisierung von Homosexuellen soll dadurch verhindert werden.

    Nach dem Auftauchen von drei Affenpocken-Fällen in der Schweiz hat die Aids-Hilfe eine Präventionskampagne gestartet. Dabei soll auch eine Stigmatisierung von Homosexuellen verhindert werden, wie die Aids-Hilfe am Freitag mitteilte.

    Der jüngste Schweizer Affenpocken-Fall wurde am Donnerstagabend vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigt.

    Betroffen ist ein 42-jährigen Mann aus dem Kanton Zürich, der sich wahrscheinlich im Ausland mit dem Virus ansteckte, wie die Zürcher Gesundheitsdirektion am Freitag auf Twitter mitteilte.

    Affenpocken Aids-Hilfe Schweiz
    Das Bild der Aids-Hilfe Schweiz zu den Affenpocken. - Aids-Hilfe Schweiz

    200 Affenpocken-Fälle ausserhalb Afrikas

    Auch bei den anderen Fällen aus Bern und Genf handelt es sich um Männer, die sich mutmasslich im Ausland mit dem Virus ansteckten.

    Laut EU-Gesundheitsbehörden sind unterdessen mehr als 200 Fälle von Affenpocken ausserhalb Afrikas bestätigt worden. Insgesamt 19 Länder, in denen die Krankheit normalerweise nicht vorkommt, hätten mindestens einen Fall bestätigt.

    Bisher betrafen die meisten Fälle Männer, die Sex mit Männern haben, wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Krontrolle von Krankheiten (ECDC) am Mittwochabend mitteilte.

    Besonderer Fokus auf Stigmatisierung

    Das BAG hat deshalb die Aids-Hilfe Schweiz mit der Durchführung der Kampagne betraut, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung der Aids-Hilfe und von Pink Cross hervorging.

    Bereits habe man die mit der Aids-Hilfe verbundenen Gesundheitszentren und Checkpoints informiert, sagt Andreas Lehner, Geschäftsleiter der Aids-Hilfe Schweiz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zudem versuche man Männer, die Sex mit Männern haben, gezielt online wie auch an einschlägigen Treffpunkten zu informieren.

    Ein spezielles Augenmerk richte man bei der Kampagne darauf, dass Schwule und Bisexuelle nicht stigmatisiert würden, so Lehner weiter. Im Zuge der Aids-Krise sei es zu solchen Stigmatisierungen gekommen. Das gelte es zu verhindern. Zudem könne es nach dem aktuellen Stand des Wissens auch reiner Zufall sein, dass sich bisher vor allem Männer infizierten, die Sex mit Männer haben.

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