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    Münsingen BE: Vier Wohnblöcke vor Abriss – 52 Kündigungen

    In Münsingen BE müssen vier Mehrfamilienhäuser Neubauten weichen. Insgesamt sind 52 Parteien von den Sanierungen betroffen.

    Münsingen
    Dieses Mehrfamilienhaus am Löwenmattweg 31 muss weichen. - Screenshot Google Maps

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vier Mehrfamilienhäuser in Münsingen BE werden abgerissen.
    • Vom Bauvorhaben sind insgesamt 52 Mietparteien betroffen.
    • Das Wohnungsangebot wird durch die Neubauten verdoppelt.

    Am Löwenmattweg in Münsingen BE stehen Sanierungen an. Dafür werden insgesamt vier Liegenschaften abgerissen. Allesamt stammen aus den 60er- und 70er Jahren.

    52 Mietparteien seien vom Bauvorhaben betroffen, schreibt das Nachrichtenportal «bern-ost.ch». Die Betroffenen hätten Mitte Februar die Kündigung erhalten.

    Miete
    52 Mietparteien haben Mitte Februar die Kündigung erhalten. (Symbolbild) - keystone

    Für sie laufe jetzt eine Frist bis August 2027. Bis dahin müssen sie eine neue Wohnung gefunden haben.

    Verwaltung hilft bei Suche

    Für den Abriss sowie den Neubau sei der UBS-Immobilienfonds verantwortlich, heisst es im Bericht. Betroffen sind demnach die Mehrfamilienhäuser am Löwenmattweg 31, 33, 35, 37, 45 und 47.

    Eine Sprecherin des Immobilienfonds erklärt gegenüber dem oben genannten Portal: «Bei der Suche werden die Mieterinnen und Mieter von der Liegenschaftsverwaltung bei Bedarf individuell unterstützt.»

    Wurde dir schon einmal die Wohnung gekündigt?

    Die Liegenschaften würden sich in einem baulich stark sanierungsbedürftigen Zustand befinden. Nach Prüfung habe man darum entschieden, sie durch einen Neubau zu ersetzen, so die Sprecherin weiter.

    «Werden kaum etwas zu diesem Preis finden»

    «Wir haben hier über zehn Jahre gewohnt», sagt eine Anwohnerin, die anonym bleiben möchte, zu «bern-ost.ch». Die Miete für ihre 4,5-Zimmer-Wohnung habe 1200 Franken betragen. «Zu diesem Preis werden wir wohl kaum etwas in Münsingen finden, was sehr schade ist.»

    Ein weiterer Mieter macht sich Sorgen über die steigende Miete. «Die freien Wohnungen sind mindestens 500 Franken teurer und der Standard ist teilweise schlechter als hier. Das gesparte Feriengeld muss ich wohl für den Umzug ausgeben.»

    Löwen
    Die betroffenen Liegenschaften am Löwenmattweg von oben. - Screenshot Google Maps

    Ein anderer Betroffener zeigt Verständnis. Die Wasserleitungen und Elektroinstallationen seien in seiner Liegenschaft sehr alt.

    Eine Totalsanierung sei darum nachvollziehbar. «Die Kündigung empfinden wir als fair, insbesondere aufgrund der langen Frist. Wir haben knapp 1,5 Jahre Zeit, um eine neue Wohnung zu finden.»

    Wohnungsangebot wird verdoppelt

    Neben den Neubauten soll auch der Aussenbereich aufgewertet werden, steht im Bericht weiter. Das Wohnungsangebot werde in Zukunft auf demselben Raum verdoppelt. Zudem sei eine unterirdische Tiefgarage geplant.

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    Kommentare

    User #4980 (nicht angemeldet)

    Ein selbstgemachtes Problem. Wählt weiter links grün

    User #4079 (nicht angemeldet)

    Diese Schlotterhäuser sind kein Verlust! Wenn danach etwas Neues und Besseres gebaut wird und der Mietzins nicht gleich verdoppelt wird, ist das schon gut. Hoffentlich gibt es gut durchdachte Grundrisse.

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