Morettis Anwälte weisen Vorwürfe gegen ihre Klienten zurück
Die Anwälte des Betreiberpaars der Bar «Le Constellation» von Crans-Montana VS haben die Vorwürfe gegen ihre Klienten zurückgewiesen.

Das Wichtigste in Kürze
- Beim Brand in der Silvesternacht starben 40 Menschen, über 100 wurden verletzt.
- Die Anwälte des Betreiber-Ehepaars der Bar weisen Vorwürfe zurück.
- Laut Verteidigung hielt die Bar alle Vorschriften ein.
Der verheerende Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana riss 40 Menschen in den Tod. Über 100 weitere wurden verletzt – viele davon schwer.
Fast drei Wochen nach der Katastrophe erklären die Anwälte des Betreiber-Ehepaars der Bar «Le Constellation», weshalb sie bisher schwiegen. «Es gibt eine Zeit des Schweigens», sagt Rechtsanwältin Yaël Hayat. Aus Respekt vor den Toten, den Verletzten und den Angehörigen. «Aber es gibt auch eine Zeit der Worte.»
Die Tragödie habe Jessica und Jacques Moretti schwer getroffen. «Sie sind tief erschüttert und entsetzt», so Hayat. «Die beiden sind am Boden zerstört.»
Vorwürfe werden zurückgewiesen
Die Anwälte haben am Sonntag gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS die Vorwürfe gegen ihre Klienten zurückgewiesen. So sei der Notausgang zum Beispiel nicht verschlossen gewesen.
«Der Notausgang ist mit einem sogenannten Panikgriff ausgestattet, den man nicht schliessen oder blockieren kann», sagte Anwalt Nicola Meier. Dieser Ausgang sei also offensichtlich offen gewesen.
Für die erforderliche Breite der Treppe seien die Behörden und deren Normen zuständig. Das Betreiberpaar Moretti habe sich an die Anweisungen gehalten.
Anwältin spricht von «irrationaler Entgleisung»
Vorwürfe, Jessica Moretti sei mit der Kasse aus der brennenden Bar geflüchtet, weist Hayat ebenfalls scharf zurück. Sie spricht von einer «Lüge», «Verleumdung» und einer «irrationalen Entgleisung».
Laut Hayat sei Moretti beim Anblick der ersten Flammen die Treppe hinuntergerannt. Dies, um die Feuerwehr zu alarmieren und den Sicherheitsmitarbeiter zu warnen.
Der Besitzer habe sich beim Händler ausserdem sehr wohl über die Eignung des Schaumstoffmaterials für eine öffentliche Einrichtung informiert. Das sagte Anwalt Patrick Michod. Und er habe sich bei den Händlern ausdrücklich erkundigt, ob dieser Schaumstoff Gefahren berge.
Die Gemeinde habe das Lokal mehrmals kontrolliert und die Dämmung bei späteren Kontrollen nicht beanstandet.













