Der Aargauer Regierungsrat schlägt drei mögliche Standorte für eine neue Mittelschule im Fricktal zur Diskussion vor. Es sind dies das Areal Ebnet in Frick, das Areal Neumatt Ost in Stein und das Areal Engerfeld in Rheinfelden. Die Mittelschule soll mit dem Schuljahr 2029/2030 starten.
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Das Bahnhofgebiet Möhlin – Rheinfelden im Fricktal. - Gemeinde Möhlin

Der Aargauer Regierungsrat schlägt drei mögliche Standorte für eine neue Mittelschule im Fricktal zur Diskussion vor. Es sind dies das Areal Ebnet in Frick, das Areal Neumatt Ost in Stein und das Areal Engerfeld in Rheinfelden. Die Mittelschule soll mit dem Schuljahr 2029/2030 starten.

Alle drei Areale im Fricktal seien grundsätzlich geeignet für die Errichtung einer Mittelschule, teilte das Departement Bildung und Kultur (BKS) am Freitag an einer Online-Medienkonferenz mit. Die drei Standorte gehen in eine Anhörung. Die Öffentlichkeit soll ihre Präferenz bekannt zu geben.

«Die Zeit ist reif für eine eigene Mittelschule für das Fricktal», sagte Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP). Es gehe um «ein Projekt für die nächste Generation».

Die Kosten für die drei möglichen Mittelschulen würden unterschiedlich ausfallen, vor allem wegen des Landerwerbs: 30 Millionen Franken für den Standort Frick, 14 Millionen Franken für den Standort Rheinfelden und 13 Millionen Franken für den Standort Stein. Der Grosse Rat wird letztlich entscheiden.

Der Grosse Rat hatte 2019 eine Strategie zur langfristigen räumlichen Entwicklung der Aargauer Mittelschulen verabschiedet. Im Papier wird unter anderem die Errichtung einer Mittelschule im Fricktal vorgesehen.

Mit ihr soll dem wachsenden demografischen Druck und der dadurch nicht mehr gewährleisteten Beschulung der Fricktaler Mittelschülerinnen und -schüler in den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt begegnet werden.

Die Fricktaler Mittelschülerinnen und Mittelschüler sollen ab dem Schuljahr 2029/2030 die neue Schule besuchen. Der Betrieb soll etappenweise hochgefahren werden. Der Kanton Aargau rechnet damit, dass rund 820 Schülerinnen und Schüler die neue Mittelschule besuchen werden.

Damit würde sich ein seit Jahrzehnten gehegter Traum der Fricktaler erfüllen. Rund 500 der insgesamt 700 Mittelschüler aus dieser Region besuchen derzeit eine Schule in den Kantonen Basel-Stadt oder Baselland. Diese beiden Kantone benötigen den Schulplatz künftig jedoch selber.

Weniger weit sind die Pläne für eine neue Mittelschule im Raum Brugg-Lenzburg. Vorschläge für einen Standort will der Regierungsrat in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres auf den Tisch legen.

Die heutige Mittelschullandschaft mit den sechs Kantonsschulen Alte Kantonsschule Aarau, Neue Kantonsschule Aarau, Kantonsschule Baden, Kantonsschule Wettingen, Kantonsschule Wohlen und Kantonsschule Zofingen ist das Ergebnis der 1968 von der Stimmbevölkerung beschlossenen Mittelschulkonzeption.

Diese sah den Bau der Kantonsschule Zofingen und die Umnutzung der ehemaligen Lehrerseminare in Wohlen, Wettingen und Aarau zu Kantonsschulen vor. Auf den Bau der in der Mittelschulkonzeption ebenfalls vorgesehenen Kantonsschule im Fricktal, für die als Standort die Gemeinde Stein festgelegt worden war, wurde jedoch verzichtet.

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