Millionenkredit für Opferhilfe nach Bandkatastrophe beantragt

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Crans-Montana,

    Der Walliser Staatsrat hat einen Dekretsentwurf zur Unterstützung der Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana verabschiedet und an den Grossen Rat überwiesen. Für die Soforthilfe, die Übernahme von Bestattungs- und Rückführungskosten sowie die Vorfinanzierung des Solidaritätsbeitrags des Bundes beantragt die Kantonsregierung einen Nachtragskredit von 10,18 Millionen Franken.

    crans
    Trauernde legen Blumen zum Gedenken an die Opfer von Crans-Montana nieder. - keystone

    In dem dem Grossen Rat vorgelegten Dekretsentwurf präzisiert der Staatsrat den Kreis der Begünstigten der Bundes- und Kantonsbeiträge, wie er am Dienstag mitteilte. Die Soforthilfe des Kantons in Höhe von 10'000 Franken erhalten demnach Angehörige der verstorbenen Personen sowie schwer verletzte Opfer, die mindestens eine Nacht im Spital verbracht haben.

    Der Kanton finanziert zudem den einmaligen Solidaritätsbeitrag des Bundes von 50'000 Franken pro anspruchsberechtigter Person vor. Dieser Betrag wird anschliessend vom Bund zurückerstattet. Der National- und der Ständerat hatten das dringliche Bundesgesetz zur Unterstützung der Opfer der Brandkatastrophe vor rund drei Wochen gutgeheissen.

    Auch ambulant behandelte Verletzte können in Härtefällen Anspruch auf die Leistungen erhalten. Voraussetzung ist eine nachgewiesene ambulante Behandlung und eine objektiv erhebliche körperliche Verletzung. Über diese Fälle entscheidet eine klinische Bewertungskommission anhand medizinischer Kriterien.

    Neben den direkten Finanzhilfen übernimmt der Kanton zudem die Bestattungs- und Rückführungskosten der verstorbenen Opfer.

    Vom beantragten Nachtragskredit entfallen 1,56 Millionen Franken auf die Soforthilfe, 820'000 Franken auf Bestattungs- und Rückführungskosten sowie 7,8 Millionen Franken auf die Vorfinanzierung der Bundesbeiträge. Der Grosse Rat wird den Dekretsentwurf in einer der kommenden Sitzungen beraten.

    Die Katastrophe in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht hatte 41 Todesopfer gefordert. Insgesamt waren 156 Personen betroffen, darunter 84 Hospitalisierte und 31 ambulant behandelte Verletzte.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #8804 (nicht angemeldet)

    Geht erst mal für das Geld, dass ihr so leichtfertig ausgeben wollt, arbeiten! Mal schauen, ob ihr das im Nachhinein immer noch so locker und freizügig verschenken wollt! Genau das denkt sich nämlich jeder Steuerzahler!

    User #1581 (nicht angemeldet)

    Bandkatastrophe? Was für eine Bandkatastrophe? Habe ich was verpasst?

    Weiterlesen

    Ärzte ohne Grenzen
    241 Interaktionen
    Ding Dong
    Mauschelei-Vorwürfe an Zürcher Gebäudeversicherung
    30 Interaktionen
    Amtsmissbrauch?

    MEHR IN NEWS

    Eine mexikanische Flagge weht im Wind.
    Puerto Vallarta
    Schule
    6 Interaktionen
    BFS-Prognose
    Home24 XXXLutz
    8 Interaktionen
    Brüssel
    Unicef
    9 Interaktionen
    Viele Kinder

    MEHR AUS CRANS-MONTANA

    Grand-St-Bernhard
    2 Interaktionen
    Sitten
    Crans-Montana
    14 Interaktionen
    Komplex
    Crans-Montana
    18 Interaktionen
    Klagen wegen Schäden
    Crans-Montana
    96 Interaktionen
    Ungelöst