Tattoo

Militärmusik-Festival Basel Tattoo feiert sein 20-jähriges Bestehen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Basel,

Das Basel Tattoo feiert seine 20-jährige Festivalgeschichte. Bei der bevorstehenden Ausgabe spielen gleich zwei Bands der königlichen britischen Garden auf. Es gibt auch ein Trommelfeuer im Doppelpack: Das Basler Top Secret Drum Corps legt einen Auftritt mit den US-amerikanischen Blue Devils hin.

Basel Tattoo
Das Basel Tattoo feiert seine 20-jährige Festivalgeschichte. - keystone

«Es wird eine wunderbare Zusammenfassung von zwanzig Jahren Basel Tattoo», sagte Produzent Erik Julliard am Dienstag vor den Medien. Dies geschah nicht ohne Kostprobe: Die Trommel- und Blechbläserformation Blue Devils zeigte zusammen mit ihrer Tanzgruppe eine lebhafte Choreografie.

Sie werden auf die Tambouren von Top Secret treffen, die eigentlich nur alle drei Jahre am Tattoo auftreten, letztmals 2025. Bei der 20-Jahre-Ausgabe dürfen sie jedoch nicht fehlen – schliesslich geht das Militärmusik-Festival auf die Gründerväter dieser Gruppe zurück.

Besonders ist dieses Jahr auch, dass gleich zwei von fünf Bands britischer Garden in Basel auftreten. Die Bands der königlichen Eliteeinheiten der Irish und der Scottish Guards werden mit insgesamt über 150 Personen in der Arena spielen. «Es wird ein Highlight für meine Musikerinnen und Musiker», sagte Claire Lawrence, Chefdirigentin der Band der Irish Guards. Sie war 2014 schon mal am Basel Tattoo, damals als Violinistin.

Julliard blickte zurück auf die Geschichte des Festivals, das 2006 zum ersten Mal über die Bühne ging. Es sei seither als zweitgrösstes Tattoo nach Edinburgh zu einer «weltweit angesehenen Plattform» für Militärmusik geworden.

Die erste Ausgabe fand noch vor 38'000 Zuschauerinnen und Zuschauern statt. In den besten Jahren verkaufte das Basel Tattoo innert 24 Stunden über 100'000 Tickets – «Rolling Stones-Niveau», wie sich Julliard erinnerte. Nach 2012 sei der «Hype» vorbei gewesen und die Zuschauerzahlen hätten sich zwischen 70'000 und 80'000 bewegt.

«Wir hatten auch viele Gegner», sagte Julliard. Er spielte damit auf die zeitweiligen Proteste von Anwohnenenden und auf die Kritik an den Überflügen der Patrouille Suisse an, die dieses Jahr aber nicht auf dem Programm stehen.

Für die nächsten vier Tage vor der Premiere ist der letzte Schliff angesagt – manche der internationalen Gäste proben in Basel erstmals gemeinsam. Die möglichen Niederschläge am Freitagabend machen dem Tattoo-Team keine Sorgen – schliesslich habe man als Openair Erfahrungen. «Wir mussten in den letzten zwanzig Jahren noch nie eine Show unterbrechen», sagte Julliard.

Das Basel Tattoo findet vom 17. bis am 25. Juli 2026 im Hof der Kaserne statt. Die Tattoo-Parade durch die Innenstadt startet am 18. Juli um 14.00 Uhr.

Kommentare

User #3496 (nicht angemeldet)

Das Abbrennen jeglicher Feuerwerkskörper ist verboten!!! Gilt das fürs Tattoo nicht? An der Premiere gestern Freitag Abend wurde nach wie vor Feuerwerkskörper steigengelassen!

User #4552 (nicht angemeldet)

Wenn die Anwohner in der Abwägung im Genehmigungsverfahren eine Rolle gespielt hätten, hätte man ja auch auf die Idee kommen können, dass es gar nicht zwingend notwendig ist in der Vorwoche jeden Tag bis 23:30 die Proben im Kasernenareal durchzuführen. Stattdessen hätte man die Proben genauso gut ausserhalb der Stadt oder in ein Industriegebiet legen können. Zumindest den Grossteil. Oder man hätte überlegen können, warum so eine Militärmusik-Veranstaltung überhaupt mitten im Wohngebiet durchgeführt werden muss. Aber die Anwohner sind seit 20 Jahren offensichtlich egal!

Weiterlesen

Dragqueen
67 Interaktionen
Bakterien
On Schuh Schweizerkreuz
10 Interaktionen
Swissness-Regel

MEHR TATTOO

Rose tattoo
3 Interaktionen
Berlin
Basel Tattoo
12 Interaktionen
Zug durch Innenstadt
Romeo Beckham
16 Interaktionen
Beckham-Zoff
Brooklyn Beckham
36 Interaktionen
«DAD» ist weg

MEHR AUS STADT BASEL

fc basel xherdan shaqiri
5 Interaktionen
Das sagt Nau
fc basel fc barcelona
48 Interaktionen
Nach Panne
Ukraine-Krieg
4 Interaktionen
In Basel
Kollegienhaus der Universität Basel
Basel