In Oberwil BL wurden in der Nacht auf Freitag mehrere Bancomaten gesprengt. Ob die Täter dabei Beute machten, ist unklar.
Oberwil BL Bancomaten
Die Polizei Basel-Landschaft fahndet nach Geldautomatensprengungen in Oberwil BL nach den unbekannten Tätern. (Symbolbild) - SDA

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Sprengung mehrerer Geldautomaten in Oberwil BL entstand grosser Sachschaden.
  • Dabei flogen Trümmerteile mehrere Meter durch die Luft – verletzt wurde niemand.
  • Ob die noch flüchtigen Täter Beute machten, ist unklar.

Unbekannte haben im Zentrum von Oberwil BL in der Nacht auf Freitag mehrere Bancomaten gesprengt. Dabei entstand laut Angaben der Polizei grosser Sachschaden. Die Täter flüchteten.

Anwohner hätten kurz vor 3 Uhr Explosionsgeräusche gehört und die Polizei alarmiert. Dies sagte ein Sprecher der Polizei Basel-Landschaft der Nachrichteangentur Keystone-SDA auf Anfrage.

Die Bancomaten hätten sich nebeneinander in einem Gebäude an der Bahnhofstrasse befunden, sagte der Sprecher. Trümmerteile seien mehrere Meter durch die Luft geflogen. Verletzt worden sei niemand.

Spurensicherung und Roboterfahrzeug im Einsatz

Ob und allenfalls wie viel Geld die Täter mitgehen liessen, war zunächst unklar. Sie entkamen. Die Höhe der Deliktsumme wird dem Sprecher zufolge abgeklärt.

Der Tatort war am Freitagmorgen abgesperrt. Die Spurensicherer und ein Roboterfahrzeug waren vor Ort.

Sprengungen von Geldautomaten haben zugenommen

Bancomaten-Sprengungen haben in der Schweiz in den vergangenen zwei Jahren nach Angaben der Bundesanwaltschaft zugenommen. Die Behörde führte dazu zuletzt Strafverfahren in rund 30 Fällen. Die Täterschaft handle oft über die Kantons- und Landesgrenzen hinweg.

Bancomat spremung
Der im Dezember 2019 gesprengte Bancomat. - SDA – Kantonspolizei St. Gallen

Die Bundesanwaltschaft erhob Anfang Oktober erstmals nach einer Sprengung eines Bancomaten Anklage. Demnach muss sich ein 30-jähriger Rumäne vor dem Bundesstrafgericht verantworten. Er soll in Sevelen SG 2019 einen Automaten gesprengt und knapp 127'000 Franken gestohlen haben.

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