Zum ersten Mal hat die Bundesanwaltschaft Anklage nach einer Bankomatensprengung erhoben. Der Täter muss sich nun vor Gericht verantworten.
Mutmasslich hat ein heute 30-jähriger Rumäne im Dezember 2019 einen Raiffeisen-Bankomaten in Sevelen SG gesprengt.
Mutmasslich hat ein heute 30-jähriger Rumäne im Dezember 2019 einen Raiffeisen-Bankomaten in Sevelen SG gesprengt. - sda - Kantonspolizei St. Gallen

Das Wichtigste in Kürze

  • Zum ersten Mal hat die Bundesanwaltschaft nach einer Bankomatensprengung Anklage erhoben.
  • Demnach muss sich ein 30-jähriger Rumäne vor dem Bundesstrafgericht verantworten.
  • Bei der Tat entstand laut Anklage Sachschaden für rund 100'000 Franken.

Die Bundesanwaltschaft hat erstmals nach einer Bankomatensprengung Anklage erhoben. Demnach muss sich ein 30-jähriger Rumäne vor dem Bundesstrafgericht verantworten. Er soll 2019 in Sevelen SG einen Bankomaten gesprengt und knapp 127'000 Franken gestohlen haben.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Beschuldigten laut Mitteilung vom Donnerstag unter anderem Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht vor.

Der Mann habe Verletzungen von Personen und Schäden an fremdem Eigentum in Kauf genommen, hiess es in der Mitteilung. Bei der Tat entstand laut Anklage Sachschaden für rund 100'000 Franken.

Täter bereits in Österreich verhaftet worden

Der Mann war nach einem internationalen Haftbefehl im Juni 2020 in Österreich verhaftet worden. Im August wurde er in die Schweiz ausgeliefert und sitzt seit 2021 in Untersuchungshaft.

Bankomatensprengungen nahmen in der Schweiz in den vergangenen Jahren zu. Die Bundesanwaltschaft führte dazu zuletzt Strafverfahren zu rund 30 Fällen. Die Bundesbehörde ist bei Angriffen auf Bankomaten zuständig, wenn Sprengstoff zur Anwendung kommt.

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