Mehr Sportunfälle bei Personen ab 65

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Anzahl der Sportunfälle bei Personen über 65 hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Die Alterung der Gesellschaft sei der Grund dieser Entwicklung.

    Sportunfälle BFU
    Die Zahl der Sportunfälle mit Verletzten im Rentenalter hat stark zugenommen. Viele der Unfälle finden beim Bergwandern oder beim Langlauf statt. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • 430'000 in der Schweiz lebende Personen verletzen sich jährlich bei Sportunfällen.
    • Sportunfälle bei Personen über 65 haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt.
    • Über 80 Prozent der 129 tödlichen Sportunfälle betreffen Männer.

    430'000 in der Schweiz lebende Personen haben sich pro Jahr bei Sportunfällen im In- und Ausland verletzt. Die Zahl der Sportunfälle mit Verletzten ab 65 Jahren hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) mitteilte, ereignen sich Unfälle dieser Art beispielsweise beim Langlaufen und Bergwandern.

    Beim Bergwandern ist jede dritte verletzte Person über 64 Jahre alt. Dies schreibt die BFU in ihrer am Dienstag veröffentlichten Statistik der Nichtberufsunfälle. Die Unfälle beim Bergwandern machen 41 Prozent der Verletzungen beim Sport in dieser Altersgruppe aus. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2019.

    Sportunfälle BFU
    Jede dritte verletzte Person beim Bergwandern ist über 64 Jahre alt. (Symbolbild) - Keystone

    Die Zunahme der Sportunfälle in dieser Altersgruppe lässt sich gemäss BFU unter anderem mit der Alterung der Gesellschaft erklären. Diese Altersgruppe macht einen immer grösseren Anteil der Bevölkerung aus, weil die Menschen heute älter werden. Zudem treiben sie länger Sport. Als weiteren Grund nennt die BFU das altersbedingte Nachlassen von Fitness, Trittsicherheit und Gleichgewicht.

    Tödliche Sportunfälle sind tragische Männersache

    Tödliche Sportunfälle betreffen in über 80 Prozent der Fälle Männer, wie die BFU weiter schreibt. Beim Bergsport verlieren im Schnitt 53 Menschen aus der Schweiz pro Jahr ihr Leben. Das sind rund doppelt so viele wie beim Wassersport (26) und Wintersport (24). Insgesamt sterben durchschnittlich 129 Personen bei Sportunfällen pro Jahr.

    BFU Unfallstatisktik
    Auch im Strassenverkehr sind in erster Linie Männer Opfer von tödlichen Unfällen. (Symbolbild) - Keystone

    Auch im Strassenverkehr erleiden Männer laut BFU deutlich häufiger tödliche Unfälle – in drei Vierteln der Fälle sind sie betroffen. Bei den Schwerverletzten machen sie zwei Drittel aus.

    Häufiger von tödlichen Unfällen betroffen sind Frauen gemäss der Statistik einzig im Bereich Haus und Freizeit. Dort machen Stürze den Grossanteil der tödlichen Unfälle aus und betreffen vor allem Menschen ab 64 Jahren. Den höheren Frauenanteil erklärt die BFU mit einer höheren Exposition und damit, dass Frauen tendenziell älter werden als Männer.

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