Mehr Anrufe wegen Pilzvergiftungen bei Notruftelefon 145

Keystone-SDA
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Bern,

Im Jahr 2022 haben mehr Menschen den Vergiftungsnotruf 145 wegen Pilzvergitungen angerufen. Dagegen nahm die Zahl der Anrufe zu Suizidversuchen ab.

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Bei schweren Vergiftungen muss die Ambulanz gerufen werden. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Jahr 2022 wählten mehr Menschen wegen Pilzvergiftungen den Vergiftungsnotruf 145.
  • Dagegen hat die Zahl der Anrufe nach Suizidversuchen abgenommen.
  • Wie immer betreffen 40 Prozent der Anrufe Kleinkinder.

Die Anzahl der Pilzvergiftungen hat im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent zugenommen. Etwas abgenommen hat die Anzahl Beratungen beim Vergiftungsnotruf 145 wegen Suizidversuchen, wie Tox Info Suisse mitteilte.

Die Zunahme der Pilzvergiftungen sei auf das gute Pilzjahr 2022 zurückzuführen, hiess es bei der Stiftung auf Anfrage von Keystone-SDA. Im 20-jährigen Rückblick sei es damit nach 2019 das Jahr mit der zweitgrössten Anzahl an Beratungenwegen Pilzvergiftung.

Pilze
Im Tessin kam ein 33-jähriger Pilzsammler bei einem Unfall ums Leben. (Archivbild) - afp

Die Anfragen zu unfallbedingten Vergiftungen hätten um 1001 (rund drei Prozent) zugenommen. Dagegen nahmen die Anrufe zu Suizidversuchen um vier Prozent ab. Total gab es deswegen 4486 Anrufe, wie es auf Anfrage weiter hiess. 2021 während der Covid-19 Pandemie waren diese gerade bei Jugendlichen deutlich gestiegen.

Die Anzahl Beratungen beim Vergiftungsnotruf 145 sei im vergangenen Jahr insgesamt um 2,5 Prozent gegenüber 2021 gestiegen. Intoxikationen mit Medikamenten und Haushaltsprodukten seien am häufigsten, hiess es in der Mitteilung. Hervorzuheben sei eine Zunahme der Anrufzahlen zu Vergiftungen mit Pflanzen (+9 Prozent) sowie Nahrungsmitteln und Getränken (+11 Prozent).

40 Prozent Anrufe wegen Kindern

Wie jedes Jahr betrafen gut 40 Prozent der Anfragen Kinder im Vorschulalter, dabei handle es sich typischerweise um Unfälle. Bei Jugendlichen, die rund 10 Prozent der Anrufe ausmachten, stünden hingegen beabsichtigte Vergiftungen im Vordergrund. Vor allem handelt es sich um Suizidversuche und zu einem kleineren Teil Substanzmissbrauch.

Insgesamt führte die Stiftung Tox Info Suisse letztes Jahr 40'582 Beratungen zu Vergiftungen durch. Die Stelle ist rund um die Uhr und ganzjährig erreichbar. Siee steht Laien und Fachleuten zur Verfügung.

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