Abstrakte Gemälde, textbasierte Installationen, handgeformte Skulpturen oder mit dem Smartphone realisierte Videos - so präsentiert sich das Werk von Linda Semadeni. Sie wird dafür mit dem Manor Kunstpreis Chur 2023 ausgezeichnet, wie das Bündner Kunstmuseum in Chur am Dienstag mitteilte.
Hauptsitz der Manor an der Rebgasse in Basel.
Manor. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • In ihrem Schaffen setzt sich die junge Künstlerin mit Bewegung und Körper auseinander.

Dabei kreisen ihre Überlegungen etwa um die voranschreitende Digitalisierung oder ökonomische Strukturen, dies verbunden mit den Auswirkungen auf die Handlungen und Bewegungen des Einzelnen.

Semadenis Werk war zuletzt im deutschen Lüneburg in der Halle für Kunst in einer Einzelausstellung zu sehen. Weitere Einzel- oder Gruppenausstellungen hatte sie etwa im Centre d'Art Contemporain Genève (2022), in Steckborn (2020) oder in der Kunsthalle Zürich (2020). Geboren wurde Semadeni 1985 in Bern, aufgewachsen ist sie in Ftan. Sie lebt und arbeitet in Zürich. Ihr künstlerisches Rüstzeug holte sie sich an der Zürcher Hochschule der Künste.

Der 1982 ins Leben gerufene Manor Kunstpreis zur Förderung junger Schweizer Kunstschaffender ist mit einem Preisgeld von 15'000 Franken dotiert; er ist verbunden mit einer Ausstellung und einer Publikation. Ausserdem erwirbt Manor ein Werk der Künstlerin. Den Preis wird Semadeni an der Vernissage ihrer Einzelausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur im Februar 2023 entgegennehmen.

Darüber hinaus gab ebenfalls am Dienstag Manor die Kunstpreise für alle sieben Schweizer Kunstschaffenden bekannt. Wie teilweise bereits bekannt gehen diese an Gina Folly im Kanton Basel-Stadt, Lou Masduraud in Genf, Juliette Uzor in St. Gallen, Reto Müller in Schaffhausen, Aurélie Strumans im Wallis, Jan Vorisek in Zürich - und eben an Semadeni in Graubünden.

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