Gericht

Mann in Luzern vor Gericht: Frauen bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt

Keystone-SDA Regional
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Luzern,

Vor dem Luzerner Kriminalgericht muss sich ein 52-jähriger Mann verantworten, der laut Anklage zwei Partnerinnen gewürgt und anderweitig misshandelt hat.

Das Luzerner Kriminalgericht
Das Luzerner Kriminalgericht. (Archivbild) - Keystone

Vor dem Luzerner Kriminalgericht muss sich heute Mittwoch ein 52-jähriger Mann verantworten, weil er gemäss Anklage zwei Partnerinnen gewürgt und anderweitig misshandelt hat. Ihm droht deswegen eine mehrjährige Freiheitsstrafe.

Die Staatsanwaltschaft beantragt dem Gericht eine Verurteilung wegen Gefährdung des Lebens oder sogar wegen versuchter eventualvorsätzlicher Tötung sowie wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung, sexueller Nötigung und Drohung. Der Beschuldigte solle deswegen für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis.

Mehrere brutale Übergriffe auf Ex-Partnerin

Der schwerste Vorfall ereignete sich 2018. Von seiner damaligen Partnerin auf 100 Franken angesprochen, die er ihr schulde, rastete er laut Anklageschrift aus. Er riss ihr demnach Haare aus, schlug sie ins Auge und würgte sie fünf Mal bis zu einer halben Minute.

Er fügte ihr dabei unter anderem eine Zungenbeinfraktur zu. Der Beschuldigte hatte die Frau zudem schon zwei Monate zuvor angegriffen und ihr dabei den Arm gebrochen.

Weitere Misshandlungen bei zweiter Partnerin

Dem Mann wird ferner die mehrfache Misshandlung einer zweiten Partnerin vorgeworfen. Er soll diese von 2018 bis 2020 verschiedentlich gewürgt, geschlagen und bedroht haben, mehrmals musste die Frau den Arzt aufsuchen. Durch seine Drohungen soll er sie dazu gebracht haben, bei ihm zu bleiben.

Gemäss der Anklageschrift gibt der Beschuldigte die Taten nur teilweise oder in abgeschwächter Form zu. Ein von der Staatsanwaltschaft zitiertes Gutachten geht von einer vollen Schuldfähigkeit und von einem hohen Risiko partnerschaftlicher Gewalt aus.

Nicht alle Vorwürfe zugegeben

Vor Gericht hat er allerdings nicht alle Vorwürfe zugegeben. Er habe aber «sehr viele, sehr schlimme Sachen» gemacht, sagte er am Dienstag dem Gericht.

Der 52-jährige Beschuldigte soll 2018 bis 2020 zwei Partnerinnen gewürgt, geschlagen und bedroht haben. Er sei mit Steroiden vollgepumpt gewesen, sagte er. Es tue ihm leid, er habe zwei Personen das Leben kaputt gemacht.

häusliche gewalt
Der Bund hat die zweite Phase seiner nationalen Kampagne gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt gestartet. (Symbolbild) - keystone

Da es sich um Vier-Augen-Delikte handelte, befragte das Kriminalgericht die beiden Opfer und Privatklägerinnen als Auskunftspersonen. Beide gaben an, unter Backflashes zu leiden. Eine der Frauen berichtete von Alpträumen und Schlafstörungen, die andere von post-traumatischen Belastungsstörungen.

Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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