Luzern übergibt Hochschulstandort in Horw LU an eine AG
Der Kanton Luzern soll eine Aktiengesellschaft gründen, die an seiner Stelle den Hochschulstandort in Horw ausbaut und betreibt. Das Stimmvolk hat die Übertragung der bestehenden Bauten des Campus mitsamt dem ausführungsreifen Bauprojekt mit einem Ja-Stimmenanteil von 64,8 Prozent genehmigt. Unbestritten war ein Strassenprojekt im Entlebuch.

Das Wichtigste in Kürze
- 85'602 Personen legten ein Ja in die Urne, 46'457 stimmten dagegen.
Die Stimmbeteiligung lag bei 50 Prozent.
Die Kosten für die Planung und den Bau werden auf rund 400 Millionen Franken veranschlagt. Das Unternehmen, das nicht gewinnorientiert arbeiten und steuerrechtlich als gemeinnützig gelten soll, soll den Hochschulstandort für weit über 4000 Studentinnen und Studenten der Studienrichtungen Technik, Architektur und Pädagogik realisieren und betreiben.
Das Parlament hatte das entsprechenden Dekret mit 77 zu 27 Stimmen genehmigt. Gegen die Auslagerung stimmten SP und Grüne. Begründet wurde die Auslagerung vom Regierungsrat damit, dass mit dieser die Investitionsrechnung des Kantons geschont werden könne. Die Linke sprach deswegen von einem finanzpolitischen «Schlungg».
Weiter genehmigten die Luzerner Stimmberechtigten mit 110'835 Ja gegen 23'164 Nein einen Kredit über 26,1 Millionen Franken für die Änderung der Kantonsstrasse K36 in den Gemeinden Schüpfheim und Escholzmatt-Marbach.
Der Strassenabschnitt durch die Lammschlucht ist nicht nur in einem baulich schlechten Zustand. Es ereigneten sich auch fast jährlich grössere Steinschläge und Sturmschäden in dem Gebiet. Die Fahrbahn soll zudem auf 6,5 Meter verbreitert werden.
Kernstück ist eine neue Brücke über die Waldemme, mit der die Strecke begradigt würde und ein Tunnel sowie die bestehende Brücke überflüssig würden.






