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Lindt gewinnt gegen Aldi: Verbot für rote Schokoladenkugeln

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Das Handelsgericht des Kantons Aargau hat in einem Markenrechtsstreit zwischen Lindt & Sprüngli AG und Aldi Suisse AG entschieden: Das Gericht verbot Aldi den Vertrieb der eigenen roten Schokoladenkugeln, da diese eine unlautere Anlehnung an die Lindor-Kugeln darstellten.

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Das Gericht verbot Aldi den Vertrieb der eigenen roten Schokoladenkugeln, da diese eine unlautere Anlehnung an die Lindor-Kugeln darstellten. - keystone

Für die übrigen Aldi-Produktvarianten, darunter die blauen «Feinen Schokoladenkugeln» und die «Délice»-Sorten, wies das Gericht die Klage von Lindt jedoch ab, wie aus dem 83 Seiten zählenden Teilentscheid des Handelsgerichts hervorgeht.

Aldi Suisse muss den Vertrieb der roten «Moser Roth»-Kugeln in der Schweiz einstellen. Zudem wurde das Unternehmen verpflichtet, Auskunft über die verkauften Stückzahlen und Umsätze der betroffenen roten Kugeln zu erteilen, um einen allfälligen Schadensersatz zu beziffern.

Der Streit drehte sich um die Produktausstattung von Schokoladenkugeln, die in einem charakteristischen Doppelwickler verpackt sind. Lindt klagte gegen Aldi, weil die «Moser Roth»-Kugeln in Design und Farbe zu stark an die Lindor-Kugeln erinnerten und so den guten Ruf der Marke ausbeuteten.

Das Gericht stellte fest, dass die roten Schokoladenkugeln von Aldi eine «unnötige Anlehnung» im Sinne des Wettbewerbsrechts (UWG) darstellten. Zwar gelte die Grundform der eingewickelten Kugel als Gemeingut.

Aldi habe jedoch durch die spezifische Kombination aus metallischem Rotton, goldenen Verzierungen auf den transparenten Wicklerenden und dem runden Logo-Layout einen Gesamteindruck geschaffen, der bei Konsumenten Assoziationen zu Lindt auslöse.

Das Gericht urteilte, Aldi habe keine sachliche Rechtfertigung für diese Gestaltung. Es wäre dem Discounter zumutbar gewesen, einen grösseren Abstand zu den Lindt-Originalen zu wählen.

Für die blauen Schokoladenkugeln und die gesamte «Délice»-Serie in Braun, Weiss, Gelb, Pink sah das Handelsgericht keinen Verstoss. Hier sei der Abstand zu den entsprechenden Lindor-Varianten gross genug. Aldi hatte argumentiert, die Produkte seien seit 2016 im Sortiment.

Der Teilentscheid ist noch nicht rechtskräftig und kann ans Bundesgericht weitergezogen werden. Zuerst hatte die «Aargauer Zeitung» über den Entscheid berichtet. (HOR.2025.7 vom 10.3.2026)

Kommentare

User #4657 (nicht angemeldet)

Aber dann das Schweizerkreuz als Made in Switzerland ins Ausland verscherbeln, das dann schon.

User #4846 (nicht angemeldet)

Tja die Gier von Lindt. Am Schluss bleiben sie wie die Goldhasen in den Geschäften hängen. Aber kein Problem, ich esse sowieso keine Lindt-Schoggi.

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