Stadt Luzern

    Kunstmuseum Luzern zeigt Werke einer polnischen Pionierin

    Keystone-SDA Regional
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    Luzern,

    Das Kunstmuseum Luzern zeigt bis am 14. Juni Werke von Maria Pinińska-Bereś. Die polnische Künstlerin, die von 1931 bis 1999 lebte, stellte sich mit Skulpturen, Installationen und Performances Einschränkungen durch Staat, Kirche und Patriarchat entgegen.

    Die rosa Flagge, welche von Bettina Bereś, der Tochter der Künstlerin, präsentiert wird, hat der Ausstellung «Under the pink Flag» ihren Namen gegeben.
    Die rosa Flagge, welche von Bettina Bereś, der Tochter der Künstlerin, präsentiert wird, hat der Ausstellung «Under the pink Flag» ihren Namen gegeben. - KEYSTONE/URS FLUEELER

    Pinińska-Bereś sei in ihrer Heimat als Pionierin bekannt, schreibt das Kunstmuseum Luzern zur Vernissage vom Freitag. In ihrer poetisch-politischen Kunst setze sie sich mit Weiblichkeit und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander.

    Ein Markenzeichen von Pinińska-Bereś ist die Farbe Rosa, die ab den 1970er-Jahren ihre Werke prägten. Sie kritisierte damit die gängige Verwendung der vermeintlich weiblichen und häuslichen Farbe und setzte sich auch gegen das omnipräsente Rot des kommunistischen Regimes in Polen ab. Die Ausstellung im Kunstmuseum Luzern trägt denn auch den Titel «Under the Pink Flag».

    Die aus Posen stammende Künstlerin studierte in Krakau, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn schuf sie ihre «Rotundy», massive runde Zementfiguren.

    Anfang der 1960er-Jahre wandte sie sich leichteren und Alltagsmaterialien zu, aus jenen Jahren stammen die aus Pappmaché gefertigten «Gorsety» (Korsetts). Ihre bekannteste Werkserie ist «Psychomebelki» (Psychomöbel): Skulpturen, in denen nackte Körperteile von Frauen stecken. Später kamen Performances in der freien Natur hinzu.

    Die Werke zeigten, wie sich Pinińska-Bereś im kommunistischen Polen aus dem Korsett gesellschaftlicher Zwänge und patriarchaler Ordnung befreit habe, schrieb das Kunstmuseum Luzern zur Ausstellung. Sie habe mit Konventionen gebrochen und ihre eigene Formensprache entwickelt. Immer wieder habe sie selbstbewusst um Sichtbarkeit und Anerkennung in der von Männern dominierten Kunstwelt gekämpft.

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    Kommentare

    User #4954 (nicht angemeldet)

    Nichts, was mich interessieren würde. Pardon.

    User #5788 (nicht angemeldet)

    Wenn man für so etwas Geld bekommt, verkaufe ich alles was meine Kinder einmal gebastelt haben. Da werden wir Stein reich.

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