Konsumentenschutz will Deklaration von Chlor-Poulet aus den USA

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Bern,

Die Schweiz importiert 3000 Tonnen Fleisch aus den USA, während der Konsumentenschutz eine Kennzeichnung behandelten Fleisches fordert.

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In den USA ist es üblich, Poulets nach der Schlachtung in Chlor zu baden. (Symbolbild) - dpa

Im Rahmen der Zollvereinbarung mit den USA soll die Schweiz 3000 Tonnen Fleisch importieren. Der Konsumentenschutz fordert eine Deklaration von mit Chlor behandeltem Poulet oder Rindfleisch mit Hormonen und Antibiotika. Deklariert werden müsste das Fleisch in Detailhandel und Gastgewerbe.

Im Zollstreit einigten sich die Schweiz und die USA auf den Import von 1500 Tonnen Geflügel, 500 Tonnen Rindfleisch und 1000 Tonnen Büffelfleisch in die Schweiz. Der Detailhandel signalisiere zwar, er habe keinen Bedarf an US-Fleisch, schrieb die Stiftung für Konsumentenschutz am Montag.

Sollten die Importe dennoch in Umlauf kommen, müssten die Konsumentinnen und Konsumenten das vor dem Kauf wissen. Darum verlangt der Konsumentenschutz, dass nicht nur wie bisher hormonbehandeltes Fleisch deklariert werden muss.

Deklarationspflicht für Chlorhühner gefordert

Auch für die Chlorhühner müsse eine Deklarationspflicht gelten. Die Behandlung von Poulets mit Chlor sei in der Schweiz nicht erlaubt, in der EU sei auch der Import verboten. Die Konsumenten hätten ein Anrecht darauf, zu erfahren, welche Behandlungen zum Einsatz kommen.

Auch wenn der Detailhandel an Fleischimporten aus den USA nicht interessiert sei, spiele der Preis eine wesentliche Rolle, hiess es weiter. Insbesondere das Gastgewerbe, wo 50 Prozent des Fleischkonsums anfällt, habe sich mit Deklarationen bisher immer schwergetan. Eine Deklarationspflicht ist für den Konsumentenschutz darum «nicht verhandelbar».

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Kommentare

User #6424 (nicht angemeldet)

Es wurde nicht verhandelt. Man hat einfach die Forderungen von Trump übernommen. Aber zuerst musste man ihn noch bestechen. Für Geld tun gewisse Leute alles, wirklich alles.

User #772 (nicht angemeldet)

☣️Wir begasen das Fleisch.. Sie chloren es.. Es geht ja nur um eine Konservierungsform. Chlor ist einfach effizienter, wenn die Kühlkette mal nicht so genau eingehalten wurde (Transport Nachhause in der Einkaufstasche zB.), oder die Verpackung mal nicht so dicht ist, wie sie sein sollte.. Es wurde ja auch nirgends erwähnt, das dieses Fleisch billiger sein wird. Auf der Verpackung wird draufstehen: Herkunftsland: USA. Was man dann macht oder nicht, ist jedem selber überlassen. PS: Chlor ist im Prinzip geschmacks- und geruchsneutral. Was man zB. in der Badi riecht ist nicht Chlor, sondern die Pisse die jemand ins Bassin gemacht hat. Da gibt es eine chemische Reaktion mit dem zugesetzten Chlor, die zu diesem Geruch führt. 😉

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