Kokain in der Schweiz – Zehntausende konsumieren die illegale Droge
Kokain wird in der Schweiz zunehmend konsumiert, wie aktuelle Daten der Stiftung Sucht Schweiz und Abwasseranalysen zeigen.

In der Schweiz steigt der Kokainkonsum seit Jahren kontinuierlich an, berichtet das «SRF». Die Substanz ist nach Cannabis die zweithäufigste illegale Droge im Land.
Rund ein Prozent der Bevölkerung konsumierte laut Gesundheitsbefragung 2022 Kokain. Hochgerechnet entspricht das etwa sechzigtausend Personen innerhalb eines Jahres.
Abwasseranalysen in mehreren Schweizer Städten zeigen aber deutlich höhere Werte. Die Rückstände deuten auf einen verbreiteten und regelmässigen Konsum im Alltag hin.
Konsumdaten und gesellschaftliche Entwicklung
Der Kokainkonsum hat laut dem «SRF» in weiten Teilen der Gesellschaft Einzug gehalten. Viele Konsumierende sind sozial integriert, gut ausgebildet und beruflich aktiv.
Auch unter der Woche wird Kokain zunehmend konsumiert, berichtet die «blue News». Die Substanz dient dabei teilweise zur Steigerung von Leistung, Wachheit und Selbstsicherheit.
Betroffen sind vor allem Männer sowie junge Erwachsene zwischen achtzehn und vierunddreissig Jahren. Der Konsum verteilt sich dem «Beobachter» zufolge zunehmend auf unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen.
Arbeitswelt und betroffene Branchen
Laut dem «Beobachter» spielt Kokain in einzelnen Branchen eine funktionale Rolle im Arbeitsalltag. Genannt werden insbesondere Gastronomie, Baugewerbe sowie Kunst- und Unterhaltungsszene.
Hoher Leistungsdruck und unregelmässige Arbeitszeiten gelten als begünstigende Faktoren im Berufsleben. Auch Gruppendynamiken und berufliche Unsicherheit verstärken laut Experten die Konsumbereitschaft.
Die Stiftung Sucht Schweiz warnt laut dem «SRF» vor einem regelmässigen bis intensiven Konsummuster. Dieses gehe mit erhöhten gesundheitlichen und sozialen Risiken für Betroffene einher.
Kokain: Prävention und Einschätzungen von Experten
Experten sehen der «blue News» zufolge einen wachsenden Bedarf an gezielter Prävention. Allgemeine Kampagnen erreichen erwerbstätige Risikogruppen häufig nur unzureichend.
Empfohlen werden branchenspezifische Massnahmen in besonders belasteten Arbeitsumfeldern. Zudem sollen Präventionsangebote früher ansetzen und stärker auf Risikogruppen zugeschnitten sein.

Die Stiftung betont laut dem «SRF», dass Kokainkonsum zunehmend verschiedene Lebensbereiche durchdringt. Der Trend umfasst sowohl Freizeit- als auch Arbeitskontexte in der gesamten Schweiz.












