Kokain

Kokain in der Schweiz – Zehntausende konsumieren die illegale Droge

Maja Bojic
Maja Bojic

Bern,

Kokain wird in der Schweiz zunehmend konsumiert, wie aktuelle Daten der Stiftung Sucht Schweiz und Abwasseranalysen zeigen.

Kokain
Kokain wird in der Schweiz laut aktuellen Daten zunehmend auch unter der Woche konsumiert. (Symbolbild) - pixabay

In der Schweiz steigt der Kokainkonsum seit Jahren kontinuierlich an, berichtet das «SRF». Die Substanz ist nach Cannabis die zweithäufigste illegale Droge im Land.

Rund ein Prozent der Bevölkerung konsumierte laut Gesundheitsbefragung 2022 Kokain. Hochgerechnet entspricht das etwa sechzigtausend Personen innerhalb eines Jahres.

Abwasseranalysen in mehreren Schweizer Städten zeigen aber deutlich höhere Werte. Die Rückstände deuten auf einen verbreiteten und regelmässigen Konsum im Alltag hin.

Konsumdaten und gesellschaftliche Entwicklung

Der Kokainkonsum hat laut dem «SRF» in weiten Teilen der Gesellschaft Einzug gehalten. Viele Konsumierende sind sozial integriert, gut ausgebildet und beruflich aktiv.

Auch unter der Woche wird Kokain zunehmend konsumiert, berichtet die «blue News». Die Substanz dient dabei teilweise zur Steigerung von Leistung, Wachheit und Selbstsicherheit.

Hast du schon einmal Kokain konsumiert?

Betroffen sind vor allem Männer sowie junge Erwachsene zwischen achtzehn und vierunddreissig Jahren. Der Konsum verteilt sich dem «Beobachter» zufolge zunehmend auf unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen.

Arbeitswelt und betroffene Branchen

Laut dem «Beobachter» spielt Kokain in einzelnen Branchen eine funktionale Rolle im Arbeitsalltag. Genannt werden insbesondere Gastronomie, Baugewerbe sowie Kunst- und Unterhaltungsszene.

Hoher Leistungsdruck und unregelmässige Arbeitszeiten gelten als begünstigende Faktoren im Berufsleben. Auch Gruppendynamiken und berufliche Unsicherheit verstärken laut Experten die Konsumbereitschaft.

Die Stiftung Sucht Schweiz warnt laut dem «SRF» vor einem regelmässigen bis intensiven Konsummuster. Dieses gehe mit erhöhten gesundheitlichen und sozialen Risiken für Betroffene einher.

Kokain: Prävention und Einschätzungen von Experten

Experten sehen der «blue News» zufolge einen wachsenden Bedarf an gezielter Prävention. Allgemeine Kampagnen erreichen erwerbstätige Risikogruppen häufig nur unzureichend.

Empfohlen werden branchenspezifische Massnahmen in besonders belasteten Arbeitsumfeldern. Zudem sollen Präventionsangebote früher ansetzen und stärker auf Risikogruppen zugeschnitten sein.

Kokain
In der Schweiz wird Kokain laut Studien häufiger konsumiert als noch vor wenigen Jahren. (Symbolbild) - keystone

Die Stiftung betont laut dem «SRF», dass Kokainkonsum zunehmend verschiedene Lebensbereiche durchdringt. Der Trend umfasst sowohl Freizeit- als auch Arbeitskontexte in der gesamten Schweiz.

Kommentare

User #6066 (nicht angemeldet)

Das ist doch längst bekannt. Die Schweiz ist ein Drogenland.

User #4220 (nicht angemeldet)

.. Unfassbar .. Das elende Zeug kommt von der Strasse, von irgendwelchen Dealern – und ist vermutlich noch mit irgendwelchem anderen Zeug gestreckt .. Vielleicht irre ich mich ja auch .. Aber da sind wohl nicht wenige Leute, die sich sowas bedenkenlos die Nase hochziehen – gleichzeitig aber die PFAS Belastung in den Böden und den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft beklagen .. Cool ist in dem Zusammenhang höchstens Eric Clapton’s 1980er Live Version von «Cocaine» .. Und ganz besonders cool ist da das Gitarrensolo des mittlerweile 83 jährigen Albert Lee ..

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