Stadt Basel

Kinder sollen mit Chip Fussgänger-Ampel aktivieren

Dominik Neuhaus
Dominik Neuhaus

Basel,

Ein Chip im Rucksack löst auf dem Fussgängerstreifen ein Blinklicht aus: Mit dieser Idee will ein Basler Familienvater den Schulweg sicherer machen.

Fussgängerampel
Diese Visualisierung zeigt, wie das System funktionieren soll. - Linkedin / Jérôme Fricker

Das Wichtigste in Kürze

  • In Basel startet ein Pilotversuch, der die Schulwege für Kinder sicherer machen soll.
  • Das System warnt Autofahrer, wenn sich Kinder einem Fussgängerstreifen nähern.
  • Der Ideengeber hat grosse Pläne.

Eine clevere Idee eines Basler Familienvaters könnte die Verkehrssicherheit von Kindergarten- und Schulkindern dereinst revolutionieren.

Ein Chip, den die Kinder im Rucksack oder in der Jacke tragen, erkennt, wenn sie sich einem Fussgängerstreifen nähern. Ein Ampelsystem auf dem Fussgängerstreifen beginnt dann zu blinken.

Wie die «Basler Zeitung» (Bezahlartikel) berichtet, soll das «Smart Safety Light» 2026 als Pilotprojekt an zwei städtischen Schulstandorten getestet werden.

Ampel-System funktioniert mit Solarenergie

Ideengeber Jérôme Fricker hat aber noch grössere Pläne: Er möchte das System auch auf dem Land ausprobieren, beispielsweise bei einer viel befahrenen Kantonsstrasse. Langfristig könnte das System schweizweit eingesetzt werden.

Die Lösung mit dem Chip sei datenschutzsicher, da kein Tracking stattfinde, sagt Fricker gegenüber der Zeitung. Das System soll so funktionieren, wie jenes, mit dem der Zugang zu Parkhäusern geregelt wird.

Siehst du bei der Verkehrssicherheit von Kindern Verbesserungspotenzial?

Das «Smart Safety Light» soll ohne grossen Aufwand installiert werden können. Ein Blinklicht gibt es in Basel an vielen Fussgängerstreifen bereits.

Das System funktioniert mittels Solarenergie, wodurch kein Anschluss an das Stromnetz erforderlich ist.

Erfinder gewann schon Preis

Die Erfindung wurde auch bereits ausgezeichnet. Im November gewannen Jérôme Fricker und sein Team in Bern den FVS Award des eidgenössischen Fonds für Verkehrssicherheit.

Der Preis ist mit 15'000 Franken dotiert. Zum Team gehört auch eine Basler Primarschülerin.

Zu dem Projekt inspiriert hat den Familienvater sein Kind. Dieses musste auf dem Weg zu Kindergarten jeden Tag eine viel befahrene Strasse überqueren.

Für den studierten Soziologen ist Verkehrssicherheit auch im Job ein Thema: Er ist Geschäftsführer des Nothelferkurszentrums Schweiz. So konnte Jérôme Fricker seine Idee professionalisieren.

Kommentare

User #3213 (nicht angemeldet)

Man hätte das Vortrittsrecht für Fussgänger nie einführen sollen. Heute überqueren Fussgänger, Trottifahrer, Velofahrer usw. ohne zuvor zu Schauen. In den 80er lernte man noch Luege, Lose, Loufe. Die Fussgängerstreifen gleich beim Kreisverkehr sind hochgefährlich. Ich bin selbst als Autofahrerin und Fussgängerin unterwegs. Heute sehe ich so viele Fussgänger die Kopflos und ins Handyschauend herumlaufen und so auch die Strassen überqueren. Kinder müssen Lernen, dass man nicht immer alles sofort bekommt und sie nicht ständig und überal bevorzugt werden.Das sage ich die selbst Mami ist.

User #2295 (nicht angemeldet)

Finde ich eine gute Idee. Fussgängerstreifen sind gefährliche Bereiche, vorallem wenn sie an unübersichtlichen Stellen stehen.

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