Schweizer Armee

    Keine Massnahmen wegen Extremismus in der Armee eingeleitet

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Bei der Fachstelle Extremismus in der Armee sind vergangenes Jahr 35 Meldungen eingegangen. Im Vorjahr waren es noch 50.

    Schweizer Armee
    Ehemalige Soldatinnen und Soldaten könnten künftig freiwillig Dienst leisten, um Personalengpässe zu lindern und Fähigkeiten weiter einzubringen. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Letztes Jahr sind 35 Meldungen bei der Fachstelle Extremismus in der Armee eingegangen.
    • Im Vorjahr sind es noch 50 gewesen.
    • Zum ersten Mal seit Jahren wurden keine Voraussetzungen für Massnahmen gegeben.

    Die Fachstelle Extremismus in der Armee hat im letzten Jahr 35 Beratungsanfragen und Meldungen erhalten. Im Vorjahr sind es noch 50 gewesen. Zum ersten Mal seit Jahren wurde kein Angehöriger der Armee mit administrativen vorsorglichen Massnahmen belegt.

    Der mutmassliche Rechtsextremismus machte mit 80 Prozent die überwiegende Mehrheit der Beratungen und gemeldeten Hinweise aus. Das teilte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Dienstag mit.

    Zum ersten Mal seit Jahren waren die Voraussetzungen für Massnahmen bei keinem gemeldeten Angehörigen der Armee gegeben. Dabei geht es um Massnahmen wie einen Aufgebotsstopp oder die vorsorgliche Abnahme der Waffe, heisst es.

    Keine bedeutsame Änderung gegenüber den Vorjahren

    Ethno-nationalistischer und dschihadistisch motivierter Extremismus seien nur punktuell ein Thema gewesen. Letzterer sei seit vier Jahren nur noch Gegenstand von vereinzelten Meldungen und Anfragen. Fälle mit Bezug zum Linksextremismus habe es 2022 keine gegeben. Auslöser der Meldungen seien meist Aussagen oder Verhaltensweisen während des Dienstes sowie Inhalte in sozialen Medien gewesen.

    schweizer armee neun verletzte
    Beim Manöver «Conex 26» kam ein gepanzerter Militärtransporter im Kanton Solothurn von der Strasse ab – neun Verletzte wurden in Spitäler gebracht. (Symbolbild) - keystone

    Das Gesamtbild zeige keine bedeutsame Änderung gegenüber den Vorjahren auf. Auch 2022 sei es vorwiegend um Einzelfälle in Zusammenhang mit Hinweisen auf mögliche extremistische Aktivitäten im zivilen Leben gegangen. Gewalttaten oder sicherheitsrelevante Vorkommnisse mit extremistischen Hintergrund wurden laut Mitteilung keine registriert.

    Die Armee setze die gesetzlichen Vorgaben und ihre Null-Toleranz Strategie weiterhin konsequent um. Künftige Zugführer, Einheits- sowie Schulkommandanten würden mit dem Thema Extremismus vertraut gemacht.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Schweizer Armee
    42 Meldungen letztes Jahr
    Schweizer Armee
    4 Interaktionen
    Schweizer Armee
    Uniform der Schweizer Armee.
    17 Interaktionen
    Trotz Nulltoleranz
    Quickline
    18 Interaktionen
    Tipps für den Alltag

    MEHR SCHWEIZER ARMEE

    Gerhard Andrey
    115 Interaktionen
    Armee und Ukraine
    westjordanland
    Tel Aviv
    Ejal Zamir
    14 Interaktionen
    Tel Aviv
    Schweizer Armee
    82 Interaktionen
    Aufrüstung

    MEHR AUS STADT BERN

    Dr. Sarah Schläppi
    1 Interaktionen
    «Sarah hat Recht»
    Nicole Loeb
    Nicole Loeb
    YB
    2 Interaktionen
    Waeber überragt
    a
    National League