Anhaltende Regenfälle haben in der Nordostschweiz zu überfluteten Strassen und Kellern geführt. Auch heute könnten die Pegel weiter steigen.
überschwemmung
In Kemptthal ZH kam es zu einer Überschwemmung. - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Unwetter hat in der Nordostschweiz zu vielen Einsätzen der Feuerwehr gesorgt.
  • Die Kantonsstrasse Kemptthal-llnau musste wegen Überflutung sogar gesperrt werden.

Die Feuerwehren in den Kantonen Thurgau und Zürich standen im Einsatz, um Schlamm, Wasser und Geröll zu beseitigen. Im Kanton Thurgau gingen in der Nacht rund 50 Meldungen wegen überfluteter Keller ein, wie ein Sprecher am frühen Dienstagmorgen auf Anfrage sagte.

Heftigen Regenfälle seien vor allem in der Region Wigoltigen und Märstetten zwischen Frauenfeld und Weinfelden niedergegangen. Die Behörden im Kanton Thurgau hatten bereits am Montagmorgen für die Sitter eine Hochwasser-Warnung heraus gegeben.

Kantonsstrasse bei Lindau ZH gesperrt

Im Kanton Zürich kam es zu über 160 Einsätzen der Feuerwehr. Erdrutsche sorgten für Probleme, so zwischen Kempthal und Illnau-Effretikon ZH sowie bei Wila ZH, wie der Verkehrsdienst TCS auf seiner Webseite mitteilte.

Überschwemmung in Kemptthal ZH - Nau.ch/Drone-Air-Media.ch

In der Gemeinde Lindau ZH wurde die Kantonssstrasse am Montag sogar überschwemmt – und konnte nicht mehr befahren werden. Sie war daher vorübergehend in beiden Richtungen gesperrt.

Drohnenbilder zeigen, wie grossen Mengen an Wasser auf die Strasse fliessen. Nur mit Müh und Not kämpfen sich die Autos durch die Wassermassen.

Strasse in Kemptthal ZH ist überflutet. - Nau.ch/Drone-Air-Media.ch

Auch die Westschweiz war von heftigen Regenfällen betroffen. Die Passstrasse am Col de la Croix im Kanton Waadt bleibt wegen Erdrutschgefahr bis auf weiteres geschlossen.

Entspannung ist vorerst nicht in Sicht

In den letzten 48 Stunden fielen in der Deutschschweiz beträchtliche Regenmengen. Lokal sind laut SRF Meteo bis zu 100 Millimeter Niederschlag gefallen. Vor allem in der Ostschweiz kam mit 40 bis 80 Millimeter Regen viel zusammen.

Am meisten Regen gab es in Urnäsch AR mit 103 Millimeter innerhalb von 24 Stunden. Das entspricht rund der Hälfte des normalen Niederschlags im Juni.

Eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Heute Dienstag dürften tagsüber neue, teils kräftige Platzregen niedergehen, lokal begleitet von Gewittern.

Im Wallis und im Südtessin gibt es öfters auch trockene und sonnige Abschnitte. Die Temperaturen steigen beidseits der Alpen wieder - auf 18 Grad in St.Gallen und bis zu 22 Grad in Genf. Im Süden wird es bis 26 Grad warm.

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