Neue Strategie schützt Natur vor gebietsfremden Pflanzen
Die Stadt Wetzikon setzt erstmals auf eine verbindliche Neophyten-Strategie, um invasive Pflanzen effizient zu bekämpfen und Ressourcen gezielt einzusetzen.

Wie die Stadt Wetzikon berichtet, stellen invasive gebietsfremde Pflanzen Gemeinden vor grosse ökologische und finanzielle Herausforderungen. Mit der neuen kommunalen Neophyten-Strategie schafft die Stadt Wetzikon erstmals eine verbindliche strategische Grundlage für die Bekämpfung invasiver Pflanzenarten.
Die Strategie orientiert sich am kantonalen Massnahmenplan Neobiota und ermöglicht einen gezielten Einsatz der vorhandenen Ressourcen.
Die Bekämpfung invasiver gebietsfremder Pflanzen ist mit erheblichem Arbeitsaufwand und hohen Kosten verbunden. In der Schweiz investieren Kantone und Gemeinden jährlich Millionen von Franken, um die Ausbreitung invasiver Pflanzen einzudämmen.
Neue Strategie schafft klare Prioritäten
Der Kanton Zürich verfügt mit dem Massnahmenplan Neobiota über eine bewährte und wirkungsvolle Strategie im Umgang mit invasiven Arten. Dieser Ansatz ermöglicht es, vorhandene finanzielle und personelle Mittel gezielt einzusetzen und langfristig kostspielige Folgeschäden zu vermeiden.
Durch die Übernahme dieser Strategie auf kommunaler Ebene kann ein koordiniertes, flächendeckendes und effizientes Vorgehen sichergestellt werden. Auch auf dem Gebiet der Stadt Wetzikon werden invasive Neophyten bereits heute bekämpft. Bisher fehlte jedoch eine übergeordnete strategische Grundlage.
Mit der vom Stadtrat beschlossenen neuen kommunalen Neophyten-Strategie wird festgelegt, welche invasiven Pflanzenarten prioritär bekämpft werden müssen, welche Gebiete dauerhaft frei von invasiven Neophyten zu halten sind und in welchen Bereichen grössere Bestände mit vertretbarem Aufwand reduziert werden können.
Prävention als Schlüssel zur Kontrolle
Der systematische Ansatz basiert auf dem kantonalen Massnahmenplan Neobiota und erlaubt einen zielgerichteten sowie effizienten Einsatz der knappen finanziellen Mittel und personellen Ressourcen.
Da die Befallssituation in der Stadt Wetzikon im Vergleich zu anderen Gemeinden im Kanton Zürich insgesamt günstig ist, kann bereits mit einer moderaten Erhöhung des Budgets für das Neophytenmanagement eine deutliche Verbesserung erzielt werden.
Gleichzeitig bleibt die Prävention zentral: Das wirksamste Mittel im Umgang mit invasiven Arten ist, deren Ausbringung von vornherein zu verhindern.










