Kanton Wallis will Inklusion von LGBTIQ-Personen stärken
Das Wallis will seinen Kampf gegen Diskriminierungen von LGBTIQ-Personen verstärken. Nachdem 2022 ein erster Aktionsplan verabschiedet worden war, umfasst die kantonale Strategie 2035 nun 50 konkrete Massnahmen, die in den nächsten zehn Jahren schrittweise umgesetzt werden sollen.

Der Kanton möchte einen gemeinsamen Raum fördern, in dem jede Person respektiert, geschützt und wertgeschätzt wird. Und dies unabhängig von ihrer sexuellen und emotionalen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder ihren geschlechtlichen Merkmalen, wie aus einer Mitteilung vom Montag hervorgeht.
Das Kantonale Amt für Gleichstellung und Familie (OCEF) hat eine langfristige Strategie erarbeitet, die darauf abzielt, die Gleichbehandlung und Würde aller Personen zu gewährleisten.
Zu den Zielen gehören die Begleitung in Gewaltsituationen, ein respektvolles Lernumfeld, ein gleichberechtigter Zugang zur Gesundheitsversorgung und die Schulung von Fachkräften zu Diskriminierungsmechanismen.
Konkret ist vorgesehen, die Erhebung statistischer Daten auf kantonaler Ebene in Bezug auf die Lebensrealitäten von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intersexuellen und queeren (LGBTIQ) Personen zu verstärken. Es werden auf die Praxis in Justiz und Polizei zugeschnittene Schulungsmodule angeboten, und der Aktionsmonat gegen Diskriminierung wird beibehalten, verbunden mit einer finanziellen Unterstützung für Initiativen vor Ort.
Von den 50 geplanten Massnahmen können 26 mit den vorhandenen Ressourcen umgesetzt werden. Für die übrigen wird bis 2035 jährlich ein Betrag von 76'000 Franken in den ordentlichen Budgets vorgesehen. Der Personalbestand des OCEF wird bis 2030 um eine 30-Prozent-Stelle aufgestockt.






