Jetzt wirft auch Coop Insekten aus dem Sortiment
Einst als Lebensmittel der Zukunft gefeiert, verschwinden Insekten nun wieder aus den Regalen. Nach der Migros zieht auch Coop den Stecker.

Das Wichtigste in Kürze
- 2017 kamen essbare Insekten in den Schweizer Supermärkten auf.
- Die Nachfrage für die Fleisch-Alternative blieb jedoch stets gering.
- Deshalb streicht jetzt Coop die Produkte aus dem Sortiment.
Vor wenigen Jahren galten essbare Insekten als grosse Hoffnung für eine nachhaltigere Ernährung. Nach der Zulassung durch den Bund im Jahr 2017 entstand ein regelrechter Hype um essbare Insekten.
Detailhändler und Start-ups setzten auf Mehlwürmer, Grillen und Heuschrecken. Sie galten als vielversprechende Alternative zu Fleisch.
Doch die Euphorie ist längst verflogen. Die Nachfrage blieb dauerhaft gering. Nachdem die Migros ihre Produkte bereits vor einigen Jahren aus dem Sortiment gestrichen hatte, folgt nun auch Coop.
Die verbleibenden Artikel werden noch abverkauft und danach ist laut dem «Sonntagsblick» Schluss.
Grosser Rückschlag für die Branche
Damit verschwindet das Thema weitgehend aus dem Schweizer Detailhandel. Coop hatte zuletzt noch einzelne Produkte aus Insekten im Angebot. Trotz schwacher Verkäufe hielt man lange daran fest. Nun ist auch dort die Nachfrage weiter gesunken.
Für die Branche ist das ein harter Rückschlag. Viele Start-ups, die einst auf den Trend setzten, sind inzwischen vom Markt verschwunden oder haben sich zusammengeschlossen. Zuletzt war vor allem noch das Zürcher Unternehmen Essento präsent.
Insekten wurden oft in verarbeiteter Form angeboten
Die Idee hinter den Produkten blieb dieselbe. Insekten sollten als nachhaltige Proteinquelle dienen und insbesondere umweltbewusste Konsumentinnen und Konsumenten ansprechen.

Oft wurden sie in verarbeiteter Form angeboten, etwa als Burger oder Snacks, um die Hemmschwelle zu senken.
Doch genau diese Hürde erwies sich als entscheidend. Trotz Argumenten wie Nachhaltigkeit und Nährwert konnten sich Insekten auf dem Teller nie durchsetzen. Für viele blieb der Gedanke daran schlicht unattraktiv.















