Panik in Teheran: Massen flüchten aus der Stadt

Stephan Felder
Stephan Felder

Israel,

Israel und die USA greifen gemeinsam den Iran an. Die neusten Entwicklungen gibt es hier im Liveticker auf Nau.ch.

Iran
Israel und die USA greifen den Iran an. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Israel hat am Samstagmorgen einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet.
  • Die USA beteiligen sich gemäss übereinstimmenden Medienberichten am Angriff.
  • Alle aktuellen Entwicklungen gibt es hier im Liveticker.

Die USA und Israel haben am Samstagmorgen gemeinsam den Iran angegrifen. US-Präsident Donald Trump bestätigt die US-Beteiligung an den Einsätzen. Israel seinerseits spricht von einem Präventivschlag.

Alle Entwicklungen gibt es hier im Liveticker:

Panik in Teheran: Massen flüchten aus der Stadt

09.46: In der Millionenmetropole Teheran bilden sich nach den Angriffen durch Israel und die USA lange Schlangen an den Tankstellen. Massen versuchten, die Hauptstadt zu verlassen, wie Augenzeugen berichteten.

Läden waren vielerorts geschlossen. Im Norden der lebendigen Metropole herrschte gespenstische Stille. Teheran ist Ziel mehrerer Angriffswellen.

Bund rät von Reisen nach Israel ab

09.27: Nach der Eskalation in Nahost in der Nacht auf Samstag rät der Bund von Reisen nach Israel ab. Für den Iran gilt derselbe Hinweis bereits seit einiger Zeit.

Die Entwicklung der Lage sei ungewiss, heisst es. Schweizer Staatsangehörige, die sich in Israel aufhalten, werden vom EDA darauf hingewiesen, dass sie die kommerziellen Transportmittel nutzen sollen, wenn sie das Land verlassen möchten. Der Entscheid zur Ausreise erfolge freiwillig, auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten.

Von Reisen in den Iran hatte das EDA bereits zuvor abgeraten.

Iran startet Gegenangriff

09.17: Der Gegenschlag scheint zu starten. Israel vekündete, dass iranische Raketen auf dem Weg seien.

Tel Aviv
Die Menschen in Tel Aviv bringen sich in Sicherheit. - keystone

Die Warnmeldungen des israelischen Heimatfrontkommandos heulten zunächst vor allem in den nördlichen Gebieten Israels auf. Auch aus der jordanischen Hauptstadt Amman wurden Sirenen gemeldet.

Israel nennt Operation gegen Iran «Brüllen des Löwen»

09.10: Israel hat der neuen Militäroperation gegen den Iran nach Medienberichten den Namen «Brüllen des Löwen» gegeben. Bereits den Krieg gegen den Iran im vergangenen Jahr hatte Israel nach dem Raubtier benannt.

Damals lautete der Name der Operation «Rising Lion» – auf Deutsch: Operation sich erhebender Löwe. Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Stelle in der Bibel, in der es unter anderem heisst: «Siehe, ein Volk erhebt sich wie ein junger Löwe.»

Israels Luftraum für zivile Flüge geschlossen

08.47: Nach Israels Angriff auf Ziele im Iran ist der Luftraum über Israel in Erwartung eines iranischen Gegenschlags bis auf weiteres geschlossen worden. Verkehrsministerin Miri Regev habe die zivile Luftfahrtbehörde angewiesen, den Luftraumraum für zivile Flüge zu schliessen, teilte die israelische Flughafenbehörde mit.

Miri Regev
Israels Verkehrsministerin Miri Regev. - keystone

Grund sei die Sicherheitslage. Reisende seien angewiesen, vorerst nicht zum Flughafen zu kommen. Passagiere im Ausland sollten die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften verfolgen.

Trump bestätigt US-Beteiligung an «Kampfeinsätzen»

08.40: US-Präsident Trump bestätigte, dass das US-Militär «umfangreiche Kampfeinsätze» im Iran begonnen hat. Er veröffentlichte dazu ein achtminütiges Video auf Truth Social.

«Vor kurzem hat das US-Militär eine grössere Kampfoperation im Iran begonnen. Unser Ziel ist es, das amerikanische Volk zu verteidigen, indem wir die Bedrohungen durch das iranische Regime beseitigen», sagte Trump.

Iran droht mit drastischen Worten mit Vergeltung

08.33: Der Iran hat nach Beginn der Angriffe Israels und seines Verbündeten USA mit drastischen Worten reagiert. «Wir haben Euch gewarnt. Nun habt Ihr einen Weg eingeschlagen, dessen Ausgang nicht mehr in Eurer Hand liegt», sagte der Leiter der Sicherheitskommission, Ebrahim Azizi.

Teheran
Bilder aus Teheran zeigen die Einschläge der Angriffe von Israel und den USA. - keystone

Irans Präsident Massud Peseschkian hatte mit einem «umfassenden Krieg» gedroht, sollte Chamenei attackiert werden.

Explosionen aus weiteren Städten gemeldet

08.15: Die iranische Nachrichtenagentur Fars vermeldet Explosionen in weiteren iranischen Städten. Genannt werden Isfahan, Karadsch und Kermanschah.

In Teheran wurde nach Augenzeugenberichten unter anderem die Residenz von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getroffen. Er selbst habe sich aber vermutlich in Sicherheit gebracht.

Die USA beteiligt sich an Israel-Angriff gegen Iran

07.55: Das «Wall Street Journal» berichtete, dass sich an dem Militärschlag auf den Iran auch die USA beteiligen und ebenfalls Angriffe durchgeführt wurden. Dies unter Berufung auf einen US-Beamten.

Teheran
Über Teheran waren vielerorts Rauchsäulen zu sehen. - keystone

Die US-Botschaft in Katar verhängte für alle Mitarbeiter eine Ausgangssperre, schrieb «Al Jazeera». Es wurde allen US-Bürgern empfohlen, Schutz zu suchen.

Angriff wird als Präventivschlag bezeichnet

07.30: Der Präventivschlag gegen den Iran gestartet, soll Bedrohungen für Israel beseitigen, erläuterte Verteidigungsminister Katz.

«Der Staat Israel hat einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet, um Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen. Infolgedessen wird in unmittelbarer Zukunft ein Raketen- und Drohnenangriff auf den Staat Israel und seine Zivilbevölkerung erwartet», sagte Katz.

In ganz Israel heulten gleichzeitig mit dem Angriff im Iran Sirenen auf, da ein Gegenangriff aus dem Iran erwartet wird.

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