Der Oberfeldarzt Andreas Stettbacher entschied, dass in der Armee ab Anfang Jahr FFP2-Masken getragen werden müssen. Auch aussen.
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In der Armee gilt neu eine FFP2-Maskenpflicht. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Armee werden seit Anfang Jahr FFP2-Masken getragen.
  • Sogar aussen, falls der Abstand nicht eingehalten werden kann.

In der Schweizer Armee sind seit Anfang Jahr auf Weisung von Oberfeldarzt Andreas Stettbacher FFP2-Masken obligatorisch. Das Obligatorium gilt für die Angehörigen der Armee sowie die Mitarbeitenden der Gruppe Verteidigung. Sofern sie nicht im Home Office arbeiten können.

Aufgrund der massiv erhöhten Ansteckbarkeit durch die Omikron-Variante des Coronavirus habe die Armee auf den 1. Januar dieses Jahres noch einmal die Schutzmassnahmen erhöht und die Teststrategie in der Armee angepasst. Das teilte ein Armee-Sprecher am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Er bestätigte damit einen Bericht von CH-Media.

Gilt auch in Aussenräumen, falls der Abstand nicht eingehalten werden kann

Gemäss dem Schutzkonzept der Armee gilt in allen Innenräumen eine Maskentragpflicht, wie der Armee-Sprecher weiter mitteilte. Diese gelte auch draussen, sofern der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden könne. Da die neue Omikron-Variante ansteckender als die Delta-Variante sei, erhielten die Armeeangehörigen FFP2-Masken, um die Schutzwirkung zu erhöhen.

Mit dem Obligatorium von FFP2-Masken geht die Armee über die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hinaus. Grund dafür seien die besonderen Lebensumstände, die in der Armee herrschen, führte der Armee-Sprecher aus. So lebten und arbeiteten viele Armeeangehörige auf engem Raum zusammen. Die FFP2-Maskenpflicht unterstütze die Wirksamkeit der Schutzkonzepte der Armee.

Das BAG empfiehlt FFP2-Masken zurzeit nur in der Patientenversorgung bei bestimmten Risikokontakten. Laut BAG-Webseite sind diese Masken für den privaten Gebrauch nur teilweise sinnvoll: «Nur in Situationen, in denen ein zusätzlicher Schutz gewünscht und ein korrektes Tragen durchgehend gewährleistet» ist.

FFP2-Masken reduzieren das Ansteckungsrisiko

Nach Angaben der wissenschaftlichen Covid-19-Taskforce des Bundes reduzieren korrekt getragene FFP2-Masken das Ansteckungsrisiko. Im Vergleich zu den Hygienemasken erhöht die FFP2-Maske den Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus um das Siebzigfache.

Vor allem in Situationen mit erhöhter Exposition böten korrekt getragene FFP2-Masken einen zusätzlichen Schutz. Das schrieb die Taskforce am letzten Mittwoch in ihrem Lagebericht. Das Atmen werde aber stärker beeinträchtigt als durch eine medizinische Maske. Deshalb seien die FFP2-Masken insbesondere in Situationen mit nur leichter körperlicher Betätigung wie zum Beispiel im öffentlichen bei Publikumsanlässen sinnvoll.

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