Immer mehr Vergiftungen – fast jedes zweite Opfer ist ein Kind

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Zürich,

Über 44’000 Beratungen zählte Tox Info Suisse im letzten Jahr. Besonders kleine Kinder und Jugendliche geraten häufig in Gefahr.

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Jährlich steigt die Anzahl Anrufe auf die Schweizer Giftnotrufnummer 145. Laut der Stiftung Tox Info Suisse ist der Ausbau der Beratungskapazitäten daher dringend notwendig. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 2025 verzeichnete die Notrufnummer 145 rund 44'700 Anfragen wegen Vergiftungen.
  • 46 Prozent der Fälle betrafen Kinder und Jugendliche, meist Unfälle oder Suizidversuche.
  • Häufigste Auslöser waren Medikamente und Haushaltsprodukte.

Stetig mehr Menschen in der Schweiz wählen wegen Vergiftungen die Notrufnummer. Fast die Hälfte der Anfragen im vergangenen Jahr betrafen Kinder und Jugendliche. Das geht aus dem Jahresbericht der Stiftung Tox Info Suisse hervor.

Pro Tag hätten sich im letzten Jahr durchschnittlich 123 Menschen an die Notrufnummer 145 gewandt.

Laut der Stiftung Tox Info Suisse wuchs das Anrufvolumen zuletzt jährlich um zwei bis vier Prozent. Im letzten Jahr wuchs er sogar um 4,6 Prozent. Das geht aus dem am Dienstag publizierten Jahresbericht 2025 hervor.

Insgesamt 44‘736 Beratungen führte Tox Info Suisse 2025 durch. 40 Prozent der Fälle betrafen Anfragen zu Kindern im Vorschulalter – fast immer handelte es sich dabei um Unfälle.

Weitere sechs Prozent der Anrufe betrafen Jugendliche. Dort standen hingegen beabsichtigte Vergiftungen im Vordergrund, wie Tox Info Suisse weiter mitteilte.

Medikamente und Putzmittel als Hauptursachen

Wie in den Vorjahren sei der Giftnotruf auch 2025 am häufigsten wegen Intoxikation mit Medikamenten und Haushaltsprodukten gewählt worden.

Siebzig Prozent der Anfragen kamen aus der Bevölkerung, die restlichen wurden von medizinischem Fachpersonal getätigt.

Soll der Giftnotruf bestehen bleiben?

In der Wintersession 2025 sprach das Parlament die notwendigen finanziellen Mittel, womit der weitere Betrieb der Schweizerischen Giftnotrufnummer in diesem Jahr sichergestellt ist. Nun gehe es für die Stiftung darum, die mittel- und langfristige Finanzierung durch den Bund zu sichern, hiess es weiter.

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Kommentare

User #5892 (nicht angemeldet)

Gifte in Nahrung und Wasser interessieren die Dummen nicht. 🍷😜

User #6096 (nicht angemeldet)

Ritalin ist auch eine Droge, sprich Gift. Und es wird vielen Schulkindern zwangsweise verabreicht, schrecklich. Dann sitzen sie bewegungslos im Schulzimmer und schweigen hoch konzentriert.

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