In der Schweiz sollen Blühflächen für Honig- und Wildbienen gefördert werden. Dieser Ansicht ist zumindest der Imkerverband Bienenschweiz.
Bienen
Wildbienen fliegen über eine Wiese in Flanthey VS. (Archivbild) - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bienenschweiz will eine stärkere Förderung von Blühflächen für Bienen.
  • Der Imkerverband hat 50'000 Franken für das Projekt gesprochen.
  • Es brauche ein abwechslungsreiches Angebot an Pflanzen und Nistplätzen, so die Imker.

Die Imkerinnen und Imker in der Schweiz wollen Blühflächen für Honig- und Wildbienen fördern. Der Verband Bienenschweiz hat am Samstag an seiner Delegiertenversammlung in Sarnen OW eine Starthilfe für ein entsprechendes Projekt gesprochen.

Damit es den Honig- und den Wildbienen gut gehe, brauche es das ganze Jahr über ein abwechslungsreiches Angebot an Blühpflanzen. Für Wildbienen seien insbesondere genügend Nistplätze wichtig, teilte der Imkerverband mit.

Landbesitzer sollen Blühflächen schaffen

Die rund 250 Imker genehmigten einstimmig im Rahmen des Budgets 50'000 Franken für das als Spendenprojekt angedachte Förderprogramm.

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Eine Biene auf einer Wabe. (Symbolbild) - Keystone

Mit dem Blühflächenprojekt sollen an möglichst vielen Orten Landbesitzer motiviert werden, den örtlichen Gegebenheiten angepasste Blühflächen zu schaffen. Der Verband sucht für die Umsetzung eine Agronomin oder einen Agronomen.

In der Schweiz ist die Bienendichte im Verhältnis zum Nahrungsangebot dem Verband zufolge an vielen Orten eher hoch. Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald Schnee und Landschaft (WSL) warnten kürzlich in einem Bericht: Die stark ansteigende Population von Honigbienen in vielen Städten führe zu einem knappen Nahrungsangebot und konkurrenziere deshalb Wildbienen.

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