Hypothekarzinsen steigen trotz SNB-Nullzins leicht an

Keystone-SDA
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Bern,

Trotz unverändertem SNB-Leitzins sind die Hypothekarzinsen in der Schweiz wieder gestiegen – besonders lange Festhypotheken wurden spürbar teurer.

Quartal Hypothekarzinsen
Der Traum vom Eigenheim wird teurer: Hypothekarzinsen ziehen in der Schweiz wieder an. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 10-jährige Festhypotheken verteuerten sich im vierten Quartal auf durchschnittlich 1,91%.
  • Haupttreiber sind höhere Kapitalmarktzinsen und gestiegene Bankmargen.
  • Immer mehr Kreditnehmende weichen auf etwas kürzere Laufzeiten aus.

Die Zinsen für Hypotheken in der Schweiz haben sich im vierten Quartal 2025 trotz des unveränderten Leitzinses von 0 Prozent leicht verteuert. Damit liegen sie wieder über dem Niveau vom Frühherbst.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte im Dezember den Leitzins, wie von vielen Ökonominnen und Ökonomen erwartet, unverändert belassen. Dennoch sind die Hypothekarzinsen im vierten Quartal 2025 gestiegen, wie eine am Dienstag veröffentlichte Auswertung des Vergleichsportals Comparis zeigt.

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Der Richtsatz für 10-jährige Festhypotheken, den Comparis jeweils anhand der von 30 Kreditinstituten öffentlich publizierten Referenzzinsen berechnet, lag Ende Dezember bei 1,91 Prozent und damit 0,23 Prozentpunkte höher als Ende September. Für 5-jährige Festhypotheken kletterte der Richtsatz auf 1,61 Prozent von 1,39 Prozent.

Höhere Kapitalmarktzinsen

Der Anstieg ist laut Comparis primär auf höhere Kapitalmarktzinsen zurückzuführen. So betrug die Rendite für 10-jährige Bundesobligationen Ende Dezember 0,33 Prozent, das sind 0,13 Prozentpunkte mehr als noch Ende September. Gleichzeitig zogen die Refinanzierungskosten der Banken an. Zudem hätten viele Banken ihre Margen ausgeweitet.

Besonders gut sichtbar sei dieser Effekt bei Saron-Hypotheken, deren Zins aktuell nur aus der Marge bestehe. Erstrangige Saron-Hypotheken wurden Ende Dezember in einer Spanne von 0,8 bis 1,2 Prozent angeboten, während sich die Spanne vor drei Monaten noch zwischen 0,7 und 1,2 Prozent bewegte.

Festhypotheken werden billiger (Symbolbild)
Festhypotheken werden billiger (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/DPA/BORIS ROESSLER

10-jährige Festhypotheken seien derweil zu 1,5 bis 1,9 Prozent im Vergleich zu 1,3 bis 1,8 Prozent Ende September zu haben. Bei 5-jährigen Festhypotheken liegt der Zins von 1,2 bis 1,6 Prozent nach 1,0 bis 1,5 Prozent.

Etwas weniger Festhypotheken mit langer Laufzeit

Bei der Wahl der Laufzeiten waren Festhypotheken mit 10 Jahren und mehr mit gut 40 Prozent aller Abschlüsse weiterhin am gefragtesten. Gleichzeitig zeigte sich eine leichte Verschiebung.

«Auch wenn der Anteil langlaufender Festhypotheken immer noch am grössten ist, hat er sich gegenüber vor einem Jahr markant reduziert», heisst es in der Comparis-Studie. Damals habe der Anteil mit fast 80 Prozent rund doppelt so hoch gelegen. Viele Hypothekarnehmende bevorzugten gerade hohe Planungssicherheit. Mit den Leitzinssenkungen der SNB rückten die Kosten wieder stärker in den Fokus.

Festhypotheken
Entwicklung der Richtzinsen von Festhypotheken seit Oktober. - Screenshot/Comparis

So stieg etwa der Anteil von Festhypotheken mit 8- und 9-jähriger Laufzeit im vierten Quartal auf rund 14 Prozent, nach etwa 4 Prozent zu Jahresbeginn. Dies deutet laut Comparis darauf hin, dass Immobilienbesitzer verstärkt auf günstigere Alternativen zu zehnjährigen Festhypotheken ausweichen.

Kommentare

User #4453 (nicht angemeldet)

Die Geschäftsbanken nehmen kartellistische Formen an. Da sollte die WEKO mal genau hinschauen. Seit dem Fall CS hat sich der Markt stark verändert.

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