Hunde-Skandal in Ramiswil: Tierschützer kritisieren Tierärztin

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    Thal-Gäu,

    Nach dem Einschläfern von 120 Hunden auf einem Hof in Ramiswil kritisieren Tierschützer den Umgang der Kantonstierärztin.

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    Welpen in einem Zwinger. (Symbolbild) - dpa-infocom GmbH

    Das Tierdrama in Ramiswil SO sorgt für landesweite Empörung. Auf einem abgelegenen Hof im Guldental wurden 120 Hunde aufgrund schwerer Krankheit und Fehl- sowie Mangelernährung eingeschläfert.

    So meldet es die «Solothurner Zeitung».

    Nebst den Hunden beschlagnahmten die Behörden laut dem «SRF» auch mehrere Dutzend Pferde und Ziegen. Gegen die Hofbetreiberin läuft ein Strafverfahren wegen mehrfacher Tierquälerei, wobei die Unschuldsvermutung gilt.

    Kantonstierärztin hat Hunde im Mai untersucht

    Die Stiftung für das Tier im Recht und der Schweizer Tierschutz überprüfen kritisch das Vorgehen der Kantonstierärztin Chantal Ritter. Es sei laut Experten nicht nachvollziehbar, dass scheinbar kein einziger Hund gerettet werden konnte.

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    Über 100 Hunde mussten auf dem Hof eingeschläfert werden. (Symbolbild) - keystone

    Insbesondere da noch im Mai Kontrollen ohne Beanstandungen erfolgt seien. Die Tierschutzorganisationen fordern Verbesserungen bei der Meldestelle gegen Tierquälerei und mehr Transparenz bei Einschläferungen.

    So geht es aus dem Bericht der «Solothurner Zeitung» hervor.

    Ein Welpe hatte Glück

    Ein Hoffnungsschimmer bietet die Rettung eines Welpen namens „Blacky“ durch einen Anwohner.

    Dieser wurde auf den schlimmen Zustand aufmerksam und alarmierte den Veterinärdienst.

    Der Welpe befinde sich auf dem Weg der Besserung, so laut «Tele M1».

    Politische Reaktionen

    Die politische Reaktion liess laut dem «SRF» nicht lange auf sich warten: Der Solothurner Regierungsrat hat eine externe, neutrale Untersuchung des Falls angeordnet.

    Hast du einen Hund?

    So sollen die Ereignisse aufgeklärt und zukünftige Tragödien verhindert werden.

    Die Regierungsraetin Sybille Jeker betonte die emotionale Herausforderung für den Veterinärdienst und verweist auf Transparenz bei der Ergebnisveröffentlichung.

    Auch Behörden in der Kritik

    Der Fall Ramiswil erinnert an frühere Tierschutzdramen im Kanton. So etwa in Boningen 2016, die damals intern untersucht wurden, aber weniger externe Aufarbeitung fanden.

    Nun sieht es anders aus: Die Tragödie wird zur Chefsache und bleibt ein Brennpunkt der Tierschutzdebatte in Solothurn, so das «SRF».

    Kommentare

    User #4150 (nicht angemeldet)

    Ob diese Hunde Rasse schwer zu halten ist oder nicht, ist ja nicht massgebend. Menschen werden immer mehr unfähig. 120 Hunde tot und schnell unter den Teppich. Unbrauchbare Behörde, Hauptsache Lohn.

    User #5425 (nicht angemeldet)

    Der Kangal ist eine sehr schwierige Hunderasse und nichts für Anfänger!! Diese Hunde brauchen eine konsequente Erziehung!! Alle waren krank und nicht assoziiert!!! Diese Tierschutzvereine sollten besser schweigen oder sich informieren!!!

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