BirdLife Luzern führt eine Mitmachaktion zum Zählen von Vögeln durch. Beteiligen darf sich jeder, der sich für die gefiederten Mitbewohner interessiert.
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Ein Haussperling auf einem Ast. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • BirdLife Luzern führt zum dritten Mal die «Stunde der Wintervögel».
  • Hobby-Ornithologen sind dazu aufgerufen, verschiedene Vögel zu zählen.
  • Flyer sollen dabei helfen, die häufigsten Arten zu erkennen.

BirdLife Luzern ruft vom 7. bis 9. Januar zur dritten «Stunde der Wintervögel» auf – einer Mitmachaktion für alle Interessierten. Bei diesem «Citizen Science»-Event werden während einer Stunde lang Vögel gezählt.

Aus den Meldungen lassen sich Erkenntnisse zu den häufigsten Arten, zur Verbreitung und mit der Zeit auch zu Veränderungen ableiten, wie BirdLife in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.

Letztes Jahr beteiligten sich 420 Personen. Sie erfassten an der zweiten «Stunde der Wintervögel» fast 11'000 Vögel und 89 verschiedene Arten.

Ein Bergfink.
Ein Bergfink. - Pixabay

Der Haussperling war – wie schon im Jahr davor – der häufigste Wintervogel. Deutlich häufiger als 2020 waren Bergfink, Stieglitz und Erlenzeisig. Von Kohlmeise und Blaumeise wurden 2021 dagegen nur gut halb so viele Vögel gezählt wie 2020. «Je nach Futterverfügbarkeit kann die Zahl der Wintergäste von Jahr zu Jahr stark variieren», erläutert BirdLife.

Vögel im Siedlungsbereich sollen gezählt werden

Als Voraussetzung genügt die Freude an gefiederten Mitbewohnern. Ein übersichtlicher Flyer hilft, die häufigsten Arten rasch zu erkennen. Während einer Stunde wird die maximal gleichzeitig beobachtete Anzahl einer Art notiert und online erfasst.

Gezählt werden soll aber ausschliesslich im Siedlungsbereich – Gärten, Parks, Schulhäuser, Friedhöfe, aber auch Innenhöfe oder Balkone und im Luftraum darüber.

An fünf Standorten in öffentlichen Anlagen in Luzern, Kriens, Sursee und Dagmarsellen stehen den «Volkszählern» Expertinnen und Experten beratend zur Seite.

Der Fokus liegt zwar auf der Zentralschweiz, doch die Organisatoren freuen sich über Meldungen aus der ganzen Schweiz – «je mehr, desto besser!». Zeitgleich findet die Aktion auch in Deutschland, Österreich und Tschechien statt.