Herbstkonzert des Collegiums Musicum
Schubert schrieb seine Messe in As-Dur ohne Auftrag und ohne die damit verbundene Gewissheit, das Werk jemals zu hören.

Die Messe ist ein Werk von grossem Facettenreichtum und kompositorisch aufwendig ausgearbeitet: Kühne Harmonik findet sich allen Teilen des Ordinarium Missae. Auch die Fuge am Ende des Gloria «Cum Santo Spiritu» bewegt sich in weit voneinander entfernten harmonischen Regionen, das Sanctus beginnt gleichermassen mit einem harmonischen Schock: Das Orchester beginnt in F-Dur, der Chor setzt kurz danach in fis-Moll ein. Wird hier das Erschauern vor dem göttlichen Mysterium gleichsam lautmalerisch dargestellt?
Zu Beginn des Konzertes erklingt Beethovens Symphonie Nr. 4 in B-Dur. Sie entstand in der Zeit, in der Beethoven sich in einem Hochgefühl der Liebe befand. Sie gilt als die romantischste unter den Symphonien Beethovens.
Robert Schumann bezeichnete die vierte Symphonie als »griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen.» Er meint damit die dritte und die fünfte Symphonie des Komponisten.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Bodensee Nachrichten» erschienen.






