Hauptbeschuldigte räumen Glasfaser-Sabotage in Rheinfelden AG ein
Die Beschuldigten im Prozess von Rheinfelden AG haben das Glasfaserkabel Ende Dezember 2023 nach eigenen Angaben aus Adrenalinkick durchgeschnitten. Das sagte einer der Hauptangeklagten am Montag im «Wolfsrudel»-Fall vor dem Bezirksgericht der Kleinstadt im Aargau.

Am Ende des ersten Prozesstages kam es doch noch zu Befragungen. Diese hatten es in sich, da sie den wohl aufsehenerregendsten Vorwurf gegen die Gruppe junger Aargauer betreffen: Das Durchschneiden von Glasfaserkabeln Ende Dezember 2023 an zwei Orten in Rheinfelden. Tausende Kunden waren in der Folge offline.
Die drei Hauptbeschuldigten gaben das Durchschneiden beziehungsweise das Instruieren des Schnitts allesamt zu. Einer sagte, er habe das Kabel alleine durchgeschnitten.
Der vierte Beschuldigte gab vor Gericht jedoch an, nicht dabei gewesen zu sein. Zwei Angeklagte sagten aus, der Nebenangeklagte sei dabei gewesen. Man habe ihn während eines Telefongesprächs gehört.
Als Gründe gaben die Beschuldigten neben dem Adrenalinkick die Bestätigung innerhalb der Freundesgruppe an. Der Beschuldigte, der das Kabel durchgeschnitten haben soll, sagte ausserdem aus, er habe dies getan, um den beiden anderen Hauptbeschuldigten ein Alibi zu verschaffen. Diese beiden hätten zu diesem Zeitpunkt in den Ferien geweilt.
Denn sie hätten im Vorfeld schon Glasfaserkabel durchgeschnitten, und die Polizei habe sie gesucht. Er habe dies aus einem Freundschaftsdienst getan, sagte der Beschuldigte vor Gericht. Er habe stärker in die Gruppe aufgenommen werden wollen, da er sich «am Rand der Gruppe» gefühlt habe. Den Mitbeschuldigten habe er zufällig getroffen.






