Der Tod ist ein Thema, über das man eigentlich nicht gerne spricht. Trotzdem gibt es dazu Ende Mai in Zürich zahlreiche Veranstaltungen.
Friedhof Coronavirus
Ein Kreuz auf einem Grab (Symbolbild). - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In Zürich wird Ende Mai über den Tod diskutiert.
  • Vorgesehen sind etwa 50 Veranstaltungen.
  • Seit der Corona-Pandemie hat das Thema an Aktualität gewonnen.

Rund 50 Veranstaltungen vor Ort mit Publikum und im Netz sind für den Zeitraum von 25. bis 30. Mai in Zürich vorgesehen – und das zu einem Thema, über das man eigentlich nicht gerne spricht: der Tod.

Am Montag kündigen die Veranstalter, die Kulturbande, als «schweizweit erstes interdisziplinäres Kulturfestival zum Tod», das neue Festival an.

Vorgesehen sind Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Literatur, Tanz, Theater, Film, bildende Kunst und Design. Ergänzend dazu sollen Informationen zu Themen wie Palliativ- und Hospice-Care oder Suizidprävention aufgegriffen werden.

Thema ist seit Corona aktueller denn je

Die Idee zum Festival ist bereits 2019 entstanden, also vor der Covid 19-Pandemie. Seither hat das Thema an Aktualität gewonnen. Dennoch sei der Umgang mit dem Tod «verkrampft geblieben», schreiben die Verantwortlichen. «Wir müssen das Thema vom Medikalisierten, Pathologisierten zurückholen ins Leben», lässt sich denn auch die Palliativmedizinerin Silvia Richner zitieren; sie ist Mitunterstützerin des Festivals.

Im vergangenen Herbst, im Rahmen des sogenannten «Call for Projects», seien bei der Kulturbande 75 Projekteingaben eingegangen. Diese Resonanz habe das «enorme Potenzial eines solchen Festivals aufgezeigt», so der Kulturschaffende und Mitinitiator Patrick Bolle.

Der Verein Kulturbande, der hinter dem Festival steckt, ist ein Netzwerk von Kunst- und Kulturschaffenden. Es widmet sich dem gesellschaftlichen Wandel.

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