Stadt Zürich

Grosses Polizeiaufgebot am «Marsch fürs Läbe» in Zürich-Oerlikon

Über 1000 Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegner haben am Samstag in Zürich-Oerlikon am Marsch fürs Läbe teilgenommen.

Marsch fürs Läbe
Das Polizeiaufgebot am Marsch fürs Läbe in Zürich war gross. - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Das Wichtigste in Kürze

  • Über 1000 Personen nahmen am Marsch fürs Läbe in Zürich-Oerlikon teil.
  • Rund 200 vermummte Gegendemonstranten blockierten zeitweise die Route.
  • Die Polizei war mit einem Grossaufgebot und zwei Wasserwerfern vor Ort.

Der Marktplatz in Zürich-Oerlikon diente als Besammlungsort für den diesjährigen Marsch fürs Läbe. Der Anlass stand unter dem Motto «Together for Life!».

Das Gelände war mit Sichtschutz abgesperrt. Unter anderem sprach der Freiburger SVP-Nationalrat Nicolas Kolly zu den Teilnehmenden.

Wegen angekündigter Gegendemonstrationen linker Gruppierungen begleitete die Polizei den Anlass mit einem grossen Aufgebot. Auch zwei Wasserwerfer standen bereit. Im Umfeld der Veranstaltung kontrollierten Einsatzkräfte mehrere Personen.

Rund 200 vermummte Gegendemonstranten auf Velos verzögerten den Start des bewilligten Marsches. Sie blockierten die Route, stellten umgekippte Container auf die Strasse und zündeten Böller.

Marsch fürs Läbe Demo
Einsatzkräfte der Polizei vertreiben mit Wasserwerfer .Gegendemonstranten welche gegen eine «Marsch fürs Läbe» Kundgebung von christlich-konservative Abtreibungsgegner protestieren. - keystone

Nachdem die Polizei sie mehrfach aufgefordert hatte, die Strasse freizugeben, kamen Wasserwerfer zum Einsatz. Die Gegendemonstranten tauchten danach an mehreren Stellen entlang der Route wieder auf.

Streit um Austragungsort

Der religiös geprägte Marsch fürs Läbe findet seit 2010 jeweils am Samstag vor dem Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag statt.

Seit 2021 wird der Anlass in Zürich-Oerlikon durchgeführt. Auch in den vergangenen Jahren kam es dort wiederholt zu unbewilligten Gegendemonstrationen.

Die Organisatoren kritisieren, dass die Stadt Zürich die Veranstaltung bereits zum sechsten Mal in Folge nicht in der Innenstadt zulässt. Auf ihrer Website sprechen sie von einer «unverhältnismässigen Einschränkung» der Versammlungs- und Meinungsfreiheit.

Gegen den Entscheid der Stadt gehen die Organisatoren auch rechtlich vor.

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Kommentare

Peter R 77

Das eine friedliche, fröhliche und bewilligte Kundgebung für das ungeborenes Leben so ein massives Polizeiaufgebot benötigt, spricht Bände über die militanten und agressiven Gegner welche Kundgebung stören wollten. Demokratie heisst freie Meinungsäusserung und Versammlumgsfreiheit.

User #4731 (nicht angemeldet)

Frauen sind keine Gebärmaschinen. Leider sehen es nicht alle so.

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