Grosses Interesse an den Schlachten von Murten und Grandson
Der Verein Grandson-Murten 2026 zieht eine positive Bilanz der Feierlichkeiten zum 550. Jahrestag der Schlachten von Grandson VD und Murten FR. Die durchgeführten Veranstaltungen erreichten mehr als 800'000 Menschen in der ganzen Schweiz.

Die volkswirtschaftliche Wertschöpfung der Events wird auf rund sieben Millionen Franken geschätzt, wie der Verein in einer Mitteilung festhielt. Für die Institutionen, die die Feierlichkeiten mit 720'000 Franken unterstützt haben, bedeutet dies eine «erhebliche» Rendite – bei einem Gesamtbudget von über drei Millionen Franken.
Von März bis Oktober ermöglichten mehr als 70 Veranstaltungen und Werke in den Kantonen Waadt, Freiburg, Bern, Jura, Zürich und Schwyz einen neuen Blick auf eine der prägenden Episoden der Schweizer Geschichte.
Die Besucher konnten unter anderem anhand von Ausstellungen und Vorträgen die Geschichte der Schlachten von 1476 kennenlernen. Dank des vielfältigen Angebots der Veranstaltenden konnten sowohl die breite Öffentlichkeit als auch Schulklassen, Fachleute, Familien sowie Touristinnen und Touristen aus dem In- und Ausland angesprochen werden.
Bei den künstlerischen Produktionen gab es jedoch einen Wermutstropfen. Die Oper über Karl den Kühnen im Schloss Münchenwiler BE in der Nähe von Murten musste im Juli nach einigen Aufführungen schliesslich abgesagt werden. Der Veranstalter – der Verein Lumen Canor – war aufgrund unzureichender Ticketverkäufe in finanzielle Schwierigkeiten geraten.
Die offiziellen Gedenkfeiern zu den beiden Schlachten fanden am 2. März in Grandson und am 20. Juni in Murten statt. Den Abschluss des Programms bildeten am ersten Oktoberwochenende der Murtenlauf und der Tag der Schweizer Schlösser.
Die Schlachten von Grandson und Murten gehören zu den entscheidenden Schlachten der Burgunderkriege. Von 1474 bis 1477 kämpfte das Herzogtum Burgund mit Karl dem Kühnen gegen die alte Eidgenossenschaft und ihre Verbündeten.






