Gotthard

    Gotthard-Unfall: Parlamentsaufsicht will neue Vorwürfe untersuchen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Nach neuen Vorwürfen gegen die SBB im Zusammenhang mit der Zugentgleisung im Gotthard-Basistunnel von 2023 wird die parlamentarische Aufsicht aktiv. Die Geschäftsprüfungskommission des Ständerats will die Sache genauer untersuchen, wie das Schweizerische Fernsehen SRF am Sonntag berichtete.

    Gotthard
    Eine Parlamentsaufsicht will die neuen Vorwürfe rund um den Vorfall im Gotthard-Basistunnel untersuchen. - keystone

    Die Urner Mitte-Ständerätin Heidi Z'graggen will die neuen Vorwürfe durch die Geschäftsprüfungskommission des Ständerats (GPK-S) prüfen lassen, wie die «Tagesschau» von SRF berichtete. Z'graggen präsidiert die Kommission. Man müsse alles unternehmen, um die Sicherheit zu gewährleisten. «Wir werden uns von der Geschäftsprüfungskommission jetzt weiter aufdatieren lassen und dann allenfalls eine weitere Untersuchung machen», sagte Z'graggen.

    Der Unfall wegen eines Radbruchs im August 2023 hatte zu einem Schaden von 150 Millionen Franken und einer über ein Jahr gesperrten Tunnelröhre geführt.

    Ein Mitte Mai bekannt gewordenes Gutachten der Tessiner Staatsanwaltschaft ist zum Schluss gekommen, die SBB hätte das grosse Schadensausmass verhindern können. In der Betriebszentrale seien insgesamt acht Störungsmeldungen erschienen. Diese seien aber möglicherweise nicht als Alarmsignale interpretiert worden, weil auf anderen Abschnitten im Tunnel seit sechs Wochen defekte Achszähler die gleichen Störungen anzeigten.

    Die SBB wies die Vorwürfe aus dem Gutachten vehement zurück. Die Betriebsführung sei korrekt gewesen. Weder die Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust noch das Bundesamt für Verkehr (BAV) hätten Mängel beim Betrieb festgestellt.

    Die GPK-S untersuchte den Vorfall bereits seit dem Unglück. Dabei prüfte sie insbesondere die Rolle des Bundesamtes für Verkehr (BAV). Empfehlungen will die Aufsicht des Parlaments aber erst nach Abschluss des Strafverfahrens der Tessiner Staatsanwaltschaft aussprechen.

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    Kommentare

    User #6536 (nicht angemeldet)

    Am Schluss werden die Kosten des Unfalles sozialisiert. Die SBB wird jedes Fehlverhalten abstreiten, die Politik verfolgt Partikulärinteressen, die Waggon Besitzer verschachteln ihre Firmen- und Besitz Strukturen, alles läuft wie gewohnt weiter solange der Stutz rollt. An echten Lösungen ist niemand interessiert solange die Unfallkosten vom Steuerzahler gedeckt werden. Echte Schweizer Politik zulasten des Souveräns. Auch die Sünneli Partei ist damit einverstanden obwohl diese Waggons ausländisch sind.

    User #1182 (nicht angemeldet)

    Das Problem ist, dass wegen des Lärms neue Verbundstoff-Bremsen eingeführt wurden. Diese aber nicht soviel Wärme aufnehmen können wie die alten Metall-Klötze. Dadurch wird das Rad stärker thermisch gestresst. Die Wartungs-Arbeiten wurden aber nicht entsprechend angepasst. Darum gibt es immer mehr Rad-Brüche. Die Sache mit den Störungs-Meldungen ist reine Ablenkung.

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