Streik

    Gewerkschaftsbund fordert fünf Prozent mehr Lohn

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der SGB fordert für 2024 fünf Prozent mehr Lohn. Die Forderung wird damit begründet, dass die Löhne zum dritten Mal in Folge gesunken sind.

    Person hält Geldschein in der Hand
    Fast fünf Jahre nach der Revision des Gleichstellungsgesetzes (GIG) ist Lohndiskriminierung weiterhin ein drängendes Problem. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der SGB will für 2024 fünf Prozent mehr Lohn.
    • Arbeitgeber würden ihre Profite und die Chefgehälter erhöhen.
    • Gleichzeitig werde über Fachkräftemangel geklagt.

    Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert für 2024 fünf Prozent mehr Lohn. Die Löhne sanken 2023 zum dritten Mal in Folge, begründet er die Forderung. Die Trendwende sei nötig, weil Preise und Produktivität gestiegen seien. Die Arbeitnehmerseite müsse endlich etwas von der guten Konjunktur sehen.

    Die Arbeitgeber würden über den Fachkräftemangel klagen, gleichzeitig aber ihre Profite und die Chefgehälter erhöhen. Dies hielt der SGB am Freitag vor den Medien in Bern fest. Dass die Löhne zum dritten Mal in Folge sanken, gab es den Angaben zufolge seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie.

    Konjunktur brummt – Löhne trotzdem gesunken

    Die Löhne sind fast drei Prozent tiefer als 2020, obwohl die Konjunktur brummt und die Arbeitslosigkeit tief ist. Von der guten Wirtschaftslage sahen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nichts. Vielmehr profitierten die Unternehmen aufgrund von Lieferengpässen und guter Absatzsituation von gestiegenen Preisen und Margen, wie der SGB mitteilte.

    Geisterfirma
    Um die Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben wurde eine neue Abteilung gegründet. (Symbolbild) - keystone

    Die Quartalsberichte tönen gemäss dem Gewerkschaftsbund geradezu euphorisch. Rechtzeitig zur Lohnrunde kämen dann wieder düstere Prognosen. Die Erwerbstätigen liessen sich dieses Mal aber nicht abspeisen, verspricht der SGB. Jetzt müsse es aufwärts gehen – notfalls mit Kampfmassnahmen.

    Wegen des Lohnrückstands müssten die Löhne so stark steigen wie die Teuerung und die Arbeitsproduktivität. Nur so bleibt die Verteilung zwischen Kapital und Arbeit gleich, wie der SGB ausführte. Sonst bereicherten sich die Arbeitgeber auf Kosten der Erwerbstätigen.

    Die finanzielle Lage der Bevölkerung hat sich gemäss dem SGB spürbar verschlechtert. Die Preise für Produkte des täglichen Bedarfs seien höher, steigende Mieten und Krankenkassenprämien hätten viel Kaufkraft gekostet. Und 2024 würden die Mieten und Krankenkassenprämien erneut steigen. Ohne Lohnerhöhung werde ein Paar mit zwei Kindern im kommenden Jahr 3000 Franken weniger zur Verfügung habe.

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