Wegen Mietwucher musste ein Basler Geschwisterpaar vor Gericht. Sie verlangten zu hohe Mieten für kleine Zimmer – beide wurden schuldig gesprochen.
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In Basel wurde ein Geschwisterpaar wegen Mietwucher verurteilt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Mietwucherprozess wurde ein Geschwisterpaar schuldig gesprochen.
  • Die beiden müssen je eine Geldstrafe bezahlen.
  • Sie hatten mit zu hohen Mieten Menschen in Not ausgenutzt.

Am Donnerstag wurde im Basler-Mietwucher-Prozess ein Urteil gefällt, wie «Telebasel» berichtet. Ein Geschwisterpaar war wegen gewerbsmässigem Wucher angeklagt.

Der Architekt und die Bauingenieurin sollen kleine Zimmer für zu hohe Preise vermietet haben. Teilweise wurden 31 Einzelzimmer, ursprünglich Wohnung, für einen Wucherpreis vermietet. Für die Beweislage waren nebst Mietverträgen auch Zeugenaussagen und Augenschein relevant.

Das Strafgericht Basel sprach das Geschwisterpaar schuldig. Beide wurden zu Geldstrafen verurteilt. Die beiden müssen 240 Tagessätze à 75 Franken respektive 100 Franken leisten.

Während zwei Jahren hatten sie Einzelzimmer im Klybeck-Quartier an Notleidende vermietet. «Sie haben die Notlage der MieterInnen bewusst ausgenutzt», teilt die Staatsanwaltschaft mit. Die Wohnungen entsprachen nicht den Sicherheits-Standards und die Mietzinsen lagen zwischen 55 und 188 Prozent über dem Durchschnitt.

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