Gelder «immer noch nicht» auf Konto: Arbeitslose überlasten Hotline
Arbeitssuchende haben am Freitag ihre Taggelder teils immer noch nicht erhalten. Die Hotline des Staatsekretariats für Migration ist deshalb überlastet.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bund kündigte die Taggeld-Auszahlungen per Ende Januar an.
- Am Freitag sehen aber viele Bezügerinnen und Bezüger immer noch kein Geld auf dem Konto.
- «Die Gelder fliessen», versichert das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).
Arbeitslose rechneten mit Erlösung am heutigen Freitag. Bis Ende Januar solle die Auszahlung der Taggelder wieder funktionieren. Dies versprach Jérôme Cosandey, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), am Mittwoch.
Wegen einer IT-Panne im Rahmen einer Systemumstellung warten Arbeitslose seit Wochen auf ihre Taggelder.
Nau.ch-Leserin Natalie K.* findet am Freitag auf ihrem Konto die versprochene Auszahlung «aber immer noch nicht».
«In Warteschlaufe auf Position 54»
«Im System steht nach wie vor, dass meine Dezember-Auszahlung ‹in Bearbeitung› sei», sagt die 38-Jährige zu Nau.ch. «Sowas geht einfach nicht. Diese Systemumstellung ist ein riesiger Fail.»
Als sich die Zürcherin am Freitagvormittag über den Stand ihrer Zahlungen beim Seco informieren will, steckt sie in einer Warteschlaufe. «Nach über einer halben Stunde kam ich dann mal von Position 54 auf Position 16», klagt sie.
Das Seco bestätigt gegenüber Nau.ch, dass noch nicht alle Gelder ausbezahlt worden sind. «Die Taggelder werden laufend ausbezahlt», sagt Mediensprecher Fabian Maienfisch. «Der Grösste Teil der Bezügerinnen und Bezüger hat die Auszahlung bekommen.»
Geduld bis spätestens Dienstag gefragt
Laut Maienfisch werden diejenigen Dossiers zuerst bearbeitet, die zuerst reingekommen sind. «Die Bearbeitung dauert dann ein bis zwei Tage.»
Die Kassen schieben über das Wochenende Extraschichten. «Damit sie den Dossierstau abarbeiten können», sagt Fabian Maienfisch. Bis spätestens am Dienstag erhielten alle Arbeitslosen ihre Taggelder, verspricht er.
Das Seco bestätigt eine Überlastung der Hotline am Freitagmorgen. «Wir wissen, dass die Situation für die Betroffenen sehr unangenehm ist, und bitten um Geduld», sagt Maienfisch.
Die Gelder würden so rasch wie möglich ausbezahlt. Er versichert: «Das System läuft seit ein paar Tagen wieder und die Gelder fliessen.»
*Name der Redaktion geändert.













