Mitarbeiter des Spitals Moutier BE sollen gefälschte Zertifikate ausgestellt haben. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren veröffentlicht.
Spital Moutier
Das Spital Moutier. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Spital Moutier BE wurden ebenfalls gefälschte Zertifikate ausgestellt.
  • Zwei Personen wurden festgenommen, ein Strafverfahren ist eröffnet.
  • Zuvor hatte der Kanton St.Gallen Zertifikatsfälschungen im grossen Stil publik gemacht.

Die Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland hat ein Strafverfahren wegen Zertifikatsfälschung eröffnet, teilt sie am Freitagnachmittag mit. Es bestehe der Verdacht, dass Personen, die im Spital Moutier arbeiten, falsche COVID-Zertifikate ausgestellt haben, heisst es in der Mitteilung.

Die beschuldigten Spitalangestellten sollen die Zertifikate teils gratis, teils gegen Bezahlung ausgestellt haben. Über 100 gefälschte Dokumente sollen so in Umlauf geraten sein.

Die Polizei wurde aktiv und hat zwei Personen festgenommen, sie befinden sich jetzt in Untersuchungshaft.

Zuvor wurde bekannt, dass im Kanton St. Gallen ebenfalls Zertifikate im grossen Stil gefälscht wurden. Dort sollen über 6000 gefälschte Impfausweise herausgegeben worden sein.