Vor 20 Jahren kam es zum bisher verheerendsten Unfall im Gotthardtunnel. Am Sonntag haben in Airolo TI zahlreiche Menschen der elf Todesopfer gedacht.
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Der ehemalige Gemeindepräsident Mauro Chinotti an der Gedenkverannstaltung am Sonntag. - sda - KEYSTONE/TI-PRESS/Alessandro Crinari

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 24. Oktober 2011 kam es zu einem verheerenden Brand im Gotthardtunnel.
  • Am Sonntag haben zahlreiche Menschen in Airolo TI der elf Todesopfer gedacht.

Am zwanzigsten Jahrestag des Brandes im Gotthardtunnel haben in Airolo TI zahlreiche Menschen der elf Todesopfer der Katastrophe gedacht. Das verheerende Feuer hatte damals weitreichende Folgen. Die Trauernden versammelten sich am Sonntag bei einer Plakette, die heute bei der Autobahnausfahrt Airolo an die elf Getöteten erinnert.

Die Gedenkveranstaltung war von einer Gruppe um den früheren Gemeindepräsidenten des Dorfes in der Leventina, Mauro Chinotti, organisiert worden. Unter den Teilnehmenden waren auch die Witwe und die beiden Söhne eines italienischen Lastwagenchauffeurs, der beim Brand sein Leben verlor.

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Am 24. Oktober kam es im Gotthardtunnel zum verheerenden Unfall.
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Ein Lastwagen fuhr frontal in einen fahrenden Camion.
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Beim Unfall kamen elf Menschen ums Leben.

Am 24. Oktober 2001, kurz nach 09.30, waren im Gotthard-Tunnel zwei Lastwagen kollidiert. Ein betrunkener Lastwagenfahrer war mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal in einen korrekt fahrenden Camion geprallt.

Chinotti war damals im Werkhof Airolo für den Unterhalt des Tunnels zuständig. Er würdigte in seiner Ansprache die schnelle und effiziente Reaktion der Rettungskräfte. Der heutige Gemeindepräsident, Oscar Wolfisberger, erinnerte an die Folgen der Brandkatastrophe und der Sperrung des Tunnels in den Wochen danach.

Fortschritte bei der Tunnelsicherheit

Der Tessiner Staatsrat Norman Gobbi (Lega) betonte die seither erreichten Fortschritte bei der Tunnelsicherheit. Er verwies dabei auch auf die Ende September begonnenen Bauarbeiten für eine zweite Gotthard-Röhre. Zugleich erinnerte er daran, dass es nicht zu der Tragödie gekommen wäre, wäre der Unfallfahrer nicht alkoholisiert gewesen.

An den Brand im Gotthardtunnel erinnerte am Sonntag auch Bundesrat Ignazio Cassis. Er werde die schrecklichen Bilder des Brandes vor zwanzig Jahren nie vergessen, schrieb der Tessiner FDP-Politiker auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Er sei in Gedanken bei den Betroffenen.

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